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Splinter Cell
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Civilization
Civ-PalastAls Microprose 1992 Civilization veröffentlichte, gab es erst einige Stimmen, die meinten, dass es an die gleichnamige Brettspielvorlage nicht herankäme und von dessen Spielprinzip abgekupfert hätte. Die anfängliche Kritik verflog aber schnell, sobald man das Spiel erst einmal installiert und die erste halbe Stunde gespielt hatte. Spätestens zu dem Zeitpunkt entfaltete Civilization sein unvergleichliches Suchtpotential, das einen nicht losließ, bis man sein Volk zu Ruhm und Ehre geführt hatte. Sid Meier hatte mal wieder zugeschlagen. Übrigens, die Screenshots stammen aus Civilization 2.
 
Erschaffe ein Imperium:
Der Untertitel "Build An Empire To Stand The Test Of Time" verdeutlichte die epische Dimension des Strategieklassikers. Man musste ein Volk vom Jahre 4000 vor Christus bis zum Jahr 2000 nach Christus führen, mit dem letztendlichen Ziel, sein Volk per Rakete in den Weltraum und damit in die Zukunft zu befördern. Beginnend mit einem einzigen Siedler, bar jeglichen Wissens und Technologie, gründete man im Laufe der Zeit immer weitere Städte und erforschte neue Technologien, um sich gegenüber seinen Mitstreitern behaupten zu können. Nebenbei konnte man noch eine Menge über die errungenen Fortschritte lernen, denn wer hätte schon gewusst, welchen Einfluss das "Zeremonische Begräbnis" oder die "Töpferei" auf unsere Entwicklung gehabt hat? War das Volk dann mit der Arbeit des Spielers zufrieden, durfte man sich von Zeit zu Zeit seinen eigenen Palast errichten. Förderlich für Motivation und Fortschritt war auch das Wettrennen um den Bau oder das Erforschen von Weltwundern wie z.B. die "Hängenden Gärten" oder gar das "Frauenwahlrecht".
 
Krieg und Frieden:
Civ-KarteDer Clou des Spiels war auch, dass man, obwohl an militärischen Einheiten kein Mangel herrschte, auf jegliche Konfrontation verzichten konnte und das Spielziel mit diplomatischen Mitteln erreichen konnte. Kam es dann doch mal zum Konflikt, konnte man seine Land-, See- und später auch Lufteinheiten auf den Feind hetzen, wobei das Kampfsystem aber nicht ganz ausgereift war. So gewann denn auch schon mal ein kümmerlicher Streitwagen gegen einen Haufen Musketiere. Weitere Schwachpunkte waren die recht schmucklose Grafik des Spiels und die hahnebüchene deutsche Übersetzung, die desöfteren für unfreiwillige Komik sorgte (s. auch Importversionen vs. Übersetzung).
Doch all das konnte dem Reiz des Spiels nichts anhaben - im Gegenteil, der Entdecker- und Eroberergeist wurde im Spieler geweckt. Vom Städtemanagement über strategische (Erforsche ich zuerst "Das Rad" oder "Das Alphabet"?) und taktische Fragen (Greife ich zuerst den starken blauen oder schwachen grünen Spieler an?) bis hin zu diplomatischen Aufgaben (Lohnen sich Tributzahlungen?) wurde so ziemlich jede Herausforderung abgedeckt, die es bis dahin je in einem Strategiespiel gegeben hatte. Civilization war übrigens das erste Spiel, das Umweltschutz belohnte, denn der Spieler erhielt am Ende mehr Punkte, wenn er zuvor ein umweltfreundliches Verhalten an den Tag gelegt hatte.
Details:
Hersteller:
Microprose

Erschienen:
Im Jahr 1992

Nostalgie:
sehr hoch

System:
MS-DOS, Win

Spielbar?
kaum noch

Erhältlich?
Budget-Titel

Links:
CivFanatics,
Firaxis
Civ 3
Civ's Nachfolger:
Civ-FortschrittDer Erfolg des Spiels war überwältigend. Es gewann so ziemlich alle Auszeichnungen, die es in der Spielebranche zu vergeben gab und hielt sich monatelang auf Platz eins der Charts. Auch heute noch zählt Civilization mit zu den besten Spielen überhaupt. Der Klassiker zog einige Add-Ons nach sich, mit CivNet und Civilization for Windows (beide 1994) zwei überarbeitete Versionen des Programms und mit Colonization (1995) einen ähnlichen Titel, der die Besiedlung Nordamerikas zum Thema hatte. Als dann 1996 Civilization II erschien, brach das "Civ-Fieber" erneut aus. Noch mehr Einheiten, Taktiken, Strategien und Diplomatie verhalfen dem zweiten Teil zu quasi unsterblichem Ruhm.
 
Sid Meier:
Hinter all diesen Superlativen steckt kein geringerer als Sid Meier, der zuvor schon mit Pirates! und Railroad Tycoon zwei Klassiker geschaffen hatte. Praktisch jedes Spiel, dass Sid bislang herausbrachte, wurde zu einem (kommerziellen) Erfolg, und das, obwohl seine Spiele noch nie mit grafischer Brillianz aufwarten konnten. Nachdem er die Arbeiten für Civilization II abgeschlossen hatte, verliess er Microprose, um seine eigene Firma Firaxis zu gründen. Auch Firaxis' Alpha Centauri hatte Civ-Qualitäten und bewies, dass er zu den innovativsten Köpfen der Branche gehört. Übrigens, momentan arbeiten Brian Reynolds und er an ... Civilization III!
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