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Review zu:
Splinter Cell
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Diablo
KathedraleEs gibt Spieleschmieden, die lassen sich bei der Entwicklung ihrer Projekte Zeit, viel Zeit. Spätestens mit Diablo, das im Jahr 1996 erschien, führte Blizzard das Konzept der Spieleverschiebungen in höhere Sphären. Positiver Nebeneffekt der zahlreichen Verschiebungen war aber, dass, neben der steigenden Erwartungshaltung der Fans, Blizzard ein qualitativ hochwertiges weil bugfreies Spiel auf den Markt brachte, das die Art des Rollenspielens revolutionierte und Blizzard (nach Warcraft II ein Jahr zuvor) einen Megaseller brachte. Außerdem war Diablo eines der ersten Windows 95-Spiele - Microsoft wird es Blizzard sicherlich gedankt haben, denn für ambitionierte Spieler war fortan MS-DOS Schnee von gestern.
 
Die Hölle bricht los:
InterfaceIn einer Zeit, in der das aus dem Pen & Paper-Bereich bekannte AD&D; mit komplexem Regelwerk das virtuelle Treiben in Fantasy-Landen bestimmte, ging Blizzard einen komplett anderen Weg, pfiff auf eine epische Story und ein vor Statistiken platzendes Interface, zu dessem Verständnis ein enzyklopädisches Handbuch vonnöten gewesen wäre. Statt dessen ließ man sprichwörtlich die Horden der Hölle los und schickte den Spieler aus, das aufkeimende Übel an der Wurzel zu bekämpfen. Als muskelbepackter Krieger, flinke Jägerin oder magiebegabter Zauberer kehrte man zu Beginn ins trostlose Dorf Tristram zurück und lauschte den ernüchternden Geschichten der Handvoll Dorfbewohner, die von einem Höllenfürsten berichteten, der in den Gewölben unter der Stadt sein unheiliges Unwesen trieb. Nur kurz darauf stieg man die Stufen der nahe gelegenen Kathedrale hinab, fest entschlossen, den Höllenkreaturen Saures zu geben.
 
Allein in der Dunkelheit:
Kampf den SkelettenBereits im ersten der 16 Level empfing einen endlose Dunkelheit, die nur von einem kleinen Lichtkegel um den Spieler sowie sporadischen Fackeln an der Wand durchbrochen wurde. Nur schemenhaft konnte man die ersten heranstürmenden Wesen ausmachen, die einem ans Leder wollten. Und davon gab es ungeheuer viele, in verschiedenen Farben und Formen. Je weiter man in die Tiefen der Kathedrale hinab stieg, desto übler wurde die Welle aus Skeletten, Zombies, Ghoulen, Goblins, gehörnten Dämonen, Rittern und gelegentlichen Zwischengegnern, die gegen die Ein-Mann-Armee brandete. Nur mittels Salami-Taktik hatte man gegen die zahlenmäßig überlegene Gegnerschar eine Chance, in dem man stets ein paar von ihnen in eine sichere Ecke zu locken versuchte.
Doch man war nicht völlig wehrlos, ganz im Gegenteil. Im Laufe des Abenteuers erhielt man eine Fülle an verschiedensten Gegenständen und Waffen, sei es durch besiegte Gegner, Truhen oder durch Kauf beim Waffenschmied, Heiler oder der Hexe von Tristram. Vom einfachen Schwert bis zum Feuerbogen war alles vertreten, wobei sogenannte "Unique Items" meist die besten (magischen) Eigenschaften aufwiesen. Gleiches galt für diverse Rüstungen und magische Ringe, die die Charakterwerte ebenso steigerten wie das Erreichen einer neuen Erfahrungsstufe, genügend geplättete Monster vorausgesetzt. Der Magier machte sich erst gar nicht die Hände schmutzig und ließ mächtige Blitze sowie Feuerbälle und -wände auf die versammelte Höllenbrut los. Gerade in späteren Leveln zahlten sich Fernkampfwaffen aus, um die von weitem angreifenden Feinde zu bekriegen. Ein besonderer Brocken war auch Diablo selbst, der schlussendlich dem tapferen Helden nichts entgegen zu sezten hatte.
Details:
Hersteller:
Blizzard

Erschienen:
Im Jahr 1996

Nostalgie:
sehr hoch

System:
Windows

Spielbar?
auf jeden Fall

Erhältlich?
Budget-Titel

Links:
Diablo,
Battle.net
Diablo 2

Infos/Tipps:
Schattenjäger
Diabolischer Erfolg:
Kampf dem DiabloDas Besondere an Diablo war die hohe Motivation, nach Beenden des regulären Spiels noch mal in die Gewölbe unter der Kathedrale hinabzusteigen. Zum Einen erhöhte sich so stetig der Schwierigkeitsgrad, zum Anderen wurden die Levels bei jedem Start neu berechnet, was in einem leicht veränderten Layout resultierte. Auch die Hatz nach besseren Ausrüstungsgegenständen hielt bei der Stange, sowie das gemeinsame Absolvieren der Levels im Mulitplayer-Modus, sei es über ein lokales Netzwerk oder online über Blizzards Battle.net. Kritiker bemängelten zwar das simple Gameplay, die wie angewurzelten Dorfbewohner und die immer gleichen, anspruchslosen Aufgaben, aber das tat dem durchschlagenden Erfolg des Spiels keinen Abbruch - zumal die schöne SVGA-Grafik und der düstere Soundtrack für wohlige Schauererlebnisse sorgten.
Abgesehen von dem Add-On Hellfire, das den Mönch als neuen Charakter einführte, wartete die die Spielergemeinde geschlagene vier Jahre auf den Nachfolger Diablo II, der dafür auch mit einer viermal größeren Spielwelt, mehr Monstern und besseren Aufgaben daherkam. Zwar war die Grafik bei Erscheinen längst nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber phantastische Rendersequenzen und das gewohnt süchtig machende Hack'n'Slay-Spielprinzip entschädigten dafür umso mehr. Nach dem Add-On Lord of Destruction ist es aber in der Diablo-Welt ruhiger geworden. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass nach Warcraft III und Wolrd of Warcraft eher an einem Nachfolger zum gleichfalls beliebten Starcraft gewerkelt werden könnte, aber Blizzard will auch einen Diablo-Nachfolger nicht kategorisch ausschließen. Lassen wir uns überraschen.
© 10.05.2002 by CE

 
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