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Indiana Jones and The Fate of Atlantis
Indiana Jones IVEs war schon eine kleine Sensation, als LucasArts 1991 mit Indiana Jones and The Fate of Atlantis ein Spiel über den berühmten Archäologen mit Hut und Peitsche ablieferte, ohne dass dem (wie bei Indiana Jones und der letzte Kreuzzug) ein Kinofilm vorausgegangen war. Allerdings konnte das dem peitschenschwingenden PC-Spieler damals völlig wurscht sein, denn die Qualität des Spiels wäre der eines Kinospektakels ebenbürtig gewesen. In Sachen Story, Action, Rätseldichte und Umgang mit Frauen, zeigte der virtuelle dem echten Indy, was eine Lederjacke - pardon - Harke ist. Nicht umsonst gilt der vierte Teil der Serie auch noch ein Jahrzehnt nach seinem Erscheinen als eines der besten Adventure-Spiele überhaupt.
 
Eine Klasse für sich:
Auf IslandAllein schon die interaktive Introsequenz war eine Klasse für sich. Untermalt von John Williams' klassischem Soundtrack, navigierte man Indy auf der Suche nach einem Artefakt durch ein mehrstöckiges Gebäude und löste herrlich animierte, gescriptete Ereignisse aus. Überhaupt war die Präsentation einer der großen Pluspunkte des Spiels und setzte damals Maßstäbe im Adventure-Genre. Indy IV war das erste LucasArts-Spiel, das zuerst in VGA und danach in EGA erschien. Die detaillierte 256-Farben VGA-Grafik wartete mit gescannten statt gemalten Hintergründen auf und für die Charaktere wurden gefilmte Darsteller als Vorlage verwendet. Daneben sorgte das bewährte SCUMM-Menüsystem (Script Creation Utility for Maniac Mansion) für gewohnt gute Spielbarkeit und das iMUSE-System streute von der Situation abhängige Musikstücke ein (wie z.B. die Titelmelodie bei wichtigen Ereignissen).
 
Der Weg ist das Ziel:
Auf den AzorenIndiana Jones wäre nicht er selbst, wenn er sich nicht stets auf der Suche nach einer antiken Kostbarkeit befände. In diesem Fall war er der sagenumwobenen (und leider verschollenen) Stadt Atlantis auf die Spur gekommen. Doch seine alten Erzfeinde, die Nazis, waren ihm dicht auf den Fersen, da sie ein wertvolles und für ihre verdrehten Ziele hilfreiches Metall in der Stadt vermuteten. Natürlich war bereits am Anfang des Spiels klar, dass Atlantis' Geheimnis Indy nicht verborgen bleiben sollte, doch bekanntlich ist der Weg das Ziel, und in dem Punkt hatte Indy IV einiges zu bieten. So z.B. hatte man ziemlich am Anfang des Spiels die Qual der Wahl, welchen Lösungsweg man beschreiten wollte. So konnten Action-Freunde vermehrt die Fäuste sprechen lassen, Rätselliebhaber wählten die Puzzle-lastige Variante und Teamspieler akzeptierten die Hilfe von Indys rothaariger Forscher-Freundin Sophia Hapgood. Besonders im Team-Modus kam Laune auf, denn Indys und Sophias Wortgefechte hatten Slapstick-Qualtiäten. Natürlich bereiste Indy auch diverse exotische Lokalitäten (insgsamt 200), um der weltumspannenden Fährte vom eisigen Norden über die staubige Wüste bis zur Jagd in Atlantis nachzugehen.
Details:
Hersteller:
LucasArts

Erschienen:
Im Jahr 1991

Nostalgie:
sehr hoch

System:
MS-DOS

Spielbar?
kaum noch

Erhältlich?
Budget-Titel

Links:
Tentakel-Villa
Monkey Isl.
Spielen mit Köpfchen:
AtlantisDass Indy IV seiner Zeit voraus war, merkte man auch beim Rätseldesign. Meistens gab es mehr als einen Ansatz, um ein Puzzle zu meistern und je geschickter man sich anstellte, desto mehr Punkte bekam man dem IQ ("Indy Quotient") gutgeschrieben. Die meisten Rätsel erstreckten sich dabei nur über eine Handvoll Bildschirme, so dass man meist den Überblick behielt. Und zum Glück artete die Raterei nur selten in Pixelarbeit auf der Suche nach winzigen Objekten aus. Zwar gab es auch ein paar kleine Labyrinthe zu durchqueren und einige unausweichliche Action-Sequenzen zu überstehen (z.B. Faustkämpfe in Atlantis, Fahrt im Heißluftballon über der Wüste oder Tauchgang im U-Boot), doch sie waren eher gut in Szene gesetzt als übermäßig fordernd.
So verwundert der große Erfolg des Spiels eigentlich nicht, an dessen Entstehung auch Drehbuchautor und Filmemacher Hal Barwood (Dragonslayer) mitgewirkt hatte. Überschwengliche Kritiken seitens der Presse (POWER PLAY 94%) und eine monatelange Position in den Charts knüpften nahtlos an den Erfolg vorangegangener LucasArts-Adventures an (s. auch Softografie bei Monkey Island). Zwar erschien im Jahr 2000 mit Indiana Jones and The Infernal Machine ein weiteres Indy-Spiel, das aber nicht die Klasse des vierten Teiles besaß. Was spricht also dagegen, Indy noch mal bei der Entdeckung des Fate of Atlantis zu helfen...?
© 07.10.2001 by CE

 
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