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Lands of Lore - The Throne of Chaos
Scotias MineAnfang der 90er Jahre hatte Westwood schon mit den beiden großartigen Spielen Eye of the Beholder I & II Lorbeeren im Rollenspiel-Bereich gesammelt, hatte diese Titel allerdings für SSI entwickelt. Als SSI mit EOB III an die Erfolge der beiden Vorgänger anknüpfen wollte, winkte Westwood ab. Sie wollten lieber ihr eigenes Spiel produzieren, bei dem ihnen keiner reinreden konnte. Deshalb entwickelte SSI EOB III selbst und fiel damit auf die Nase. Ganz im Gegensatz zu Westwood, deren 1993 erschienenes Lands of Lore für viele als inoffizieller Nachfolger zu den oben genannten Titeln galt. Denn Lands of Lore verband die Tugenden der EOB-Reihe (gute Spielbarkeit, packende Story) mit für damaligen Verhältnissen grandioser Grafik.
 
Scotia und Richard:
Der Weg zur BurgSchon das Intro suchte seinesgleichen, verwöhnte es den Spieler doch mit atemberaubenden, handgezeichneten Grafiken. Rechts seht Ihr ein paar Bilder aus dem Intro, die aber die atmosphärische Dichte nur ansatzweise wiedergeben können. Die Story rankte sich um die böse Hexe Scotia, die mit Hilfe der magischen Nether Mask gegen König Richard zu intigrieren versuchte, um die Macht an sich zu reißen. Als ungestümer Held war man natürlich bestrebt, ihre finsteren Pläne zu durchkreuzen, musste schließlich aber mit ansehen, wie sie in Gestalt eines anderen König Richard vergiftete und Gladstone verwüstete. Sodenn kämpfte man sich duch tiefe Wälder, giftige Sümpfe, düstere Dungeons, belagerte Städte und unheimliche Geistertürme, immer auf der Jagd nach einem Heilmittel sowie der üblen Hexe Scotia.
 
Die prächtigen "Lands":
Der Bote bringt schlechte KundeLands of Lore ging in mehrerer Hinsicht ungewöhnliche Wege. So gab es Rollenspiel untypisch keine richtige Charaktergenerierung, sondern man musste sich aus bestehenden Helden einen vorgefertigten aussuchen. Im Spielverlauf kamen maximal zwei weitere Helden dazu, darunter ein mächtiger Thomgog, der mit seinen vier Armen kräfitg unter den Gegnern aufräumte. Das Skillsystem beschränkte sich auf lediglich drei Fertigkeiten, die man durch stetes Trainieren verbessern konnte. Zudem gab es nur eine handvoll Zaubersprüche, die dafür umso prächtiger umgesetzt worden waren. Eine Automap zeichnete automatisch alle Wege mit und wies sogar auf Geheimgänge hin. Für manche bestand in diesen Punkten auch die Hauptkritik am Spiel - es war ihnen einfach zu seicht und zu schnell durchgespielt. Andere hielten diese Aspekte wiederum für den besonderen Reiz des Spiels, ermöglichte es z.B. einen schnellen Einstieg in die Welt der Lands of Lore.
Wie dem auch sei, Lands of Lore war von Anfang bis Ende spielenswert. Das lag natürlich vor allem an der herrlichen SVGA-Optik und Akustik, die die exotischen Schauplätze gekonnt in Szene setzten. Zahlreiche kleine Zwischensequenzen sowie lebendig wirkenden Partymitglieder hauchten dem Spiel Leben ein. Zwar bewegte man sich im Spiel wie beim guten alten Dungeon Master immer noch blockweise vorwärts, zwischen den Blöcken wurde die Grafik aber wie beim im gleichen Jahr erschienenen Ultima Underworld gescrollt.
Details:
Hersteller:
Westwood

Erschienen:
Im Jahr 1993

Nostalgie:
hoch

System:
MS-DOS

Spielbar?
kaum noch

Erhältlich?
-

Links:
Ultima Uw.
Nox
Die Trilogie:
Der König und sein BeraterNach Veröffentlichung der Diskettenversion erschien einige Zeit später auch eine CD-ROM-Version, bei der Patrick "Jean Luc Picard" Stewart die Hintergrundgeschichte der Lands näher beleuchtete. Ursprünglich schon als Trilogie ausgelegt, erschien 1998 Lands of Lore II - Guardians of Destiny und 1999 Lands of Lore III. Beide Nachfolger konnten dem Original aber nicht das Wasser reichen, zu altmodisch erschien die "neue" 3D-Grafikengine und zu verworren die Spiele an sich - es fehlte einfach an Atmosphäre. Das ist um so betrüblicher, da der erste Teil sehr gut vormachte, wie zeitgemäße Rollenspiele auszusehen hatten, ungeachtet der Tatsache, dass es noch einiges zu verbessern gab.
Mit dem dritten Teil der Serie endet, zumindest vorläufig, auch Westwoods Rollenspielgeschichte, die Anfang der 90er Jahre so erfolgreich begann. Mit dem tollen Action-Adventure Nox kehrten sie zwar ins Fach des Action-Adventures zurück, ein reinrassiges Rollenspiel sieht aber anders aus. Ein vierter Teil der Lands of Lore-Reihe ist jedenfalls noch nicht in Sicht.
© 2000 by CE

 
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