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Film zum Spiel
Ninja TurtlesIn letzter Zeit scheint sich ein neuer Trend in der Spieleindustrie immer mehr durchzusetzen: der Film zum Spiel. Der Gedanke dahinter ist durchaus nicht zu verachten, denn mit der steigenden Popularität des Spielemarktes entdecken plötzlich auch andere Wirtschaftszweige, dass sich mit Spielen Geld machen lässt. Wenn Millionen Spieler weltweit virtuelle Abenteuer am heimischen PC erleben, warum sollten sie die Abenteuer nicht auch auf der Kinoleinwand erleben wollen?
 
Die Anfänge:
Mortal KombatDer Trend begann aber nicht erst vor kurzer Zeit, sondern reicht bis in die 80er Jahre zurück. Auch damals gab es schon erste Verbindungen von Film und Computerspiel. Erfolgreiche Kinofilme fanden zunehmend den Weg auf heimische Computer und Konsolen, wenn auch oft mit zeitlicher Verzögerung. Vor allem die Firma Ocean entwickelte Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre eine Reihe von Spielen, die auf bekannten Hollywoodfilmen basierten. Die Qualität der Programme lies in 90% der Fälle aber schwer zu wünschen übrig, weshalb sich der Erfolg dieser Spiele in Grenzen hielt.
Dass es auch anders ging, zeigte Lucasfilm Games (heute LucasArts) bereits 1989 mit dem genialen Adventure Indiana Jones and the Last Crusade zum gleichnamigen Kinofilm. 1994 sorgte LucasArts nochmals für Aufsehen, als sie mit dem Klassiker Indiana Jones 4 - The Fate of Atlantis erstmals ein Computerspiel ohne dazugehörigen Film entwickelten. Ob es zu dem Spiel jemals einen Film geben wird, steht noch in den Sternen. Vor einiger Zeit kamen zwar mal Gerüchte auf, die besagten, dass Steven Spielberg und Harrison Ford in Verhandlungen zu einem vierten Indy-Film stünden - konkretisiert haben sie sich bislang aber nicht.
 
Zweifelhafte Resultate:
Tomb RaiderSchade eigentlich, denn bislang kamen meist nur Filme fragwürdiger Machart ins Kino. So zum Beispiel einige erfolgreiche Konsolenspiele wie Teenage Mutant Hero Turtles oder Super Mario Brothers, deren Originalitätsfaktor gegenüber den Spielen aber stark abfiel. Das Prügelspiel Mortal Kombat wurde gar mit Christopher "Es kann nur einen geben" Lambert in der Hauptrolle verfilmt - genützt hat es dem Film aber wenig, zu krude waren Handlung und Umsetzung. Mittlerweile ist sogar eine Serie daraus entstanden, die momentan bei RTL 2 läuft.
Für den wohl grössten Flop in jüngster Zeit ist der heutige Digital Anvil-Chef Chris Roberts verantwortlich. Nachdem er 1991 mit Wing Commander die Space Opera praktisch neu erfunden hatte, wurden die folgenden Teile immer opulenter. Teil 3 und 4 der Serie setzten stark auf cineastische Sequenzen mit dem Star Wars-Helden Mark Hamill als Zugpeferd, vernachlässigten aber zunehmend den spielerischen Aspekt. Von seinen ersten Arbeiten als Regisseur überzeugt, wagte Roberts den Sprung auf die grosse Leinwand - und fiel auf die Nase. Kaum einer wollten den Streifen sehen, dessen einziger Pluspunkt die Computeranimationen war.
Licht am Ende des Tunnels:
Final Fantasy VIINeu entfacht hat die Debatte die bekannteste Computer-Heldin der Welt: Lara Croft. Nach der Ankündigung, dass ein Film zum Spiel Tomb Raider entstehen sollte, brodelte es zunächst monatelang in der Gerüchteküche, wer denn nun die Hauptrolle übernehmen solle. Angeblich waren Demi Moore, Jennifer Lopez und Ex-Lara-Model Lara Weller im Gespräch, doch letztendlich erhielt die frischgebackene Oscar-Preisträgerin Angelina Jolie den Zuschlag. Regie soll Simon West führen, der schon Actionkracher wie "Con Air" umsetzte.
Doch selbst mit namhaftem Regisseur und Protagonistin bleiben Zweifel, ob solch ein Projekt überhaupt anständig realisierbar ist. Frühere Verfilmungen haben gezeigt, dass es schwierig ist, den Stoff aus Computerspielen auf Zelluloid zu bannen. Denn auch wenn Film und Computer immer mehr zusammenwachsen - was mit Pixeln auf dem Monitor funktioniert, wirkt in der Realversion auf der Leinwand oft unfreiwillig komisch. Vielleicht schafft ja der geplante Final Fantasy-Film, was noch keinem zuvor gelungen ist. Da der Film komplett computeranimiert sein soll, könnte die Symbiose aus Spiel und Film eher gelingen als mit realen Schauspielern. Wie dem auch sei, die ersten Schritte in Richtung einer interessanten Spiele-Zukunft sind getan.
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