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Rollenspiele im Aufwind
Pool of Radiance 2Seit kurzem ist Baldur's Gate 2 - Schatten über Amn erhältlich und lässt die Kassen von Hersteller Bioware klingeln. Rollenspiele sind wieder im Aufwind, die Liste der bereits erschienenen oder in Kürze kommenden Spiele ist hochkarätig - Planescape Torment, Icewind Dale, Neverwinter Nights oder SSI's Pool of Radiance 2 lassen Rollenspielerherzen endlich wieder höher schlagen. Das ist umso verwunderlicher, da die Branche vor knapp drei Jahren ihrem Ende entgegen zu sehen schien.
 
Rollenspielgeschichte:
Wizardry 8Rollenspiele gehören mit zu den ältesten Genres der Computerspiele. Als Anfang der 80er Jahre das erste Rollenspiel mit dem klanghaften Namen Wizardry (1981) und bald darauf das erste Ultima erschien, war der Siegeszug eines Genres begründet, der noch längst nicht beendet ist. Es waren (und sind immer noch) die großen Serien, die das Genre beherrschten, wie etwa die Might & Magic-Reihe von New World Computing, Wizardry der kanadischen Firma Sir-Tech, Ultima der Texaner von Origin, Eye of the Beholder von Westwood, Bard's Tale von Electronic Arts und natürlich die AD&D-Spiele von SSI wie z.B. Pools of Radiance, Dark Knights of Krynn oder Curse of the Azure Bonds. Auch deutsche Rollenspiele wie Thalions Amberstar und Ambermoon oder Attics Das Schwarze Auge konnten überzeugen.
 
Boom & Rezession:
Diablo 2Nicht unerwähnt dürfen in diesem Zusammenhang die Spiele bleiben, die für frischen Wind in der Rollenspielszene sorgten und zu Recht Klassiker geworden sind. So revolutionierten sowohl FTL's Dungeon Master als auch Looking Glass' Ultima Underworld die grafische Darstellung der Rollenspiele; Looking Glass war es auch, die mit System Shock zeigten, dass es nicht immer Fantasy sein muss; und Blizzard schuf mit Diablo quasi das Untergenre der Action-Rollenspiele, was für viele Hardcore-Spieler, die ausgedehnte Charakter-Generierung und Partys bevorzugten, ein Bruch mit der Rollenspieltradition darstellte, den Erfolg des Spiels aber nicht minderte. Bis auf Diablo wurde es in der zweitern Hälfte der 90er Jahre aber zunehmend still um die Rollenspiele, selbst aufwändige Projekte wie Bethesdas Eldar Scrolls: Redguard oder Westwoods Lands of Lore II floppten und sorgten zusehends für schlechte Stimmung unter Entwicklern und Publishern. Was war geschehen?
Stimmungswandel:
Baldur's Gate 2Aufgrund der steigenden Popularität und leichteren Zugänglichkeit von 3D-Shootern und Action-Adventures schien sich plötzlich niemand mehr für Rollenspiele zu interessieren. Mit einem Mal hiess es, sie seien zu langwierig und zu kostspielig in der Produktion und man bräuchte mehr Mitarbeiter zur Entwicklung eines Rollenspiels als für ein Ballerspiel. Teilweise war die Industrie für die Misere auch selbst verantwortlich: so produzierte beispielsweise New World Computing einen Might & Magic-Titel nach dem nächsten ohne notwendige Verbesserungen bei Grafik und Gameplay vorzunehmen. Einheitsware war die Folge.
Als 1998 mit Baldur's Gate erstmals seit langer Zeit wieder ein Vertreter der AD&D-Spiele auf den Markt kam, glaubte zunächst keiner, dass das Spiel die Wiedergeburt eines Genres bedeuten würde, am wenigsten vielleicht die Macher selbst. Obwohl das Spiel sich nach den AD&D-Regeln richtete und komplexe Taktikkämpfe, Partys und Charakter-Generierung bot, verstand Bioware es, den Spieler mit einer äusserst spannenden Story und wunderschön gerenderten Grafiken vor den Monitor zu bannen. Seitdem boomt das Genre wieder wie kein anderes, nicht zuletzt, weil u.a. Ultima IX, Planescape Torment, Diablo 2 oder Baldur's Gate 2 für Euphorie bei den Spielern sorgte. Bleibt zu hoffen, dass die Industrie diesen Bonus jetzt nicht durch zu viele Kopien erfolgreicher Spiele wieder verspielt.
© 07.11.2000 by CE

 
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