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Review zu:
Splinter Cell
  Die Basis für PC-Spiele  





 
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Machen Spiele schlau...?
Duke NukemDie Debatte ist so alt wie das Spielen selbst und wird seitdem von den beteiligten Parteien mit Vehemenz geführt. Jetzt bringt eine kürzlich in der englischen Tageszeitung "The Guardian" veröffentlichte Studie des britischen Innenministeriums ans Licht, was alle Spieler schon längst wussten und Pädagogen und besorgte Eltern nicht wahrhaben wollen: Spielen macht schlau! Das ist gerade für alle die überraschend, die seit jeher vor allem Brutalo-Spiele für die soziale Verrohung der Jugend verantwortlich gemacht haben. Tatsächlich hat es seit dem Aufkommen von Computer- und Videospielen eine Reihe von Studien gegeben, die aber oftmals zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kamen. Endgültige Sicherheit bringt somit wohl auch diese jüngste Untersuchung nicht, auch wenn sie mit interessanten Ansätzen (nicht für Spieler) aufwarten kann.
 
Die britische Studie:
SeveranceDie Studie des britischen Innenministeriums nahm 20 vorhergehende Untersuchungen über das Verhalten von Kindern, die übermäßig Computer spielten, unter die Lupe. Eine dieser Studien kam zu dem Ergebnis, dass Kinder, die seit fünf Jahren ständig vor dem Computer saßen, im Gegensatz zu anderen Kindern meist einen höheren Grad an Intelligenz und Motivation aufwiesen, oftmals aber wegen ihrer Spielleidenschaft missverstanden würden. Eine darauffolgende Untersuchung fünf Jahre später zeigte, dass sie eine gute Schulbildung genossen, dass College besucht und auch eine Anstellung in einem überdurchschnittlich guten Job gefunden hatten. Und auch wenn die meisten der Studien schlussfolgerten, dass gewaltverherrlichende Computerspiele kurzfristig auch aggressives Verhalten bei Kindern hervorrufe, so gebe es nach derzeitigem Wissenstand keinerlei Hinweise, dass Computerspiele auf lange Sicht Schäden bei Kindern hinterlassen.
 
Verkanntes Hobby?
MystDas bedeutet Wasser auf die Mühlen aller Gamer, die sich seit Jahren gegenüber besorgten Eltern für ihr Hobby rechtfertigen müssen. Obwohl wir tagtäglich mehr und mehr Gewalt im Fernsehen und sogar in den Nachrichten sehen, haben Spiele eine schlechte Lobby, nicht zuletzt weil man ja bei Spielen direkten Einfluss auf das Geschehen am Monitor hat. Ähnlich wie im Fernsehen haben natürlich auch viele Spiele das Thema Gewalt zu einem mehr oder weniger großen Anteil zum Thema. Doch Gewalt ist nicht gleich Gewalt. So wird in einem Wrestling-Spiel sicherlich eine andere Art von Gewalt ausgeübt als in einem 3D-Action-Shooter. Interessant dabei ist, dass aber nur 1% aller Spiele ausschließlich für Erwachsene geeignet ist, 90% aber auch von Jugendlichen unter 15 Jahren gespielt werden dürfen. Das mit 5,5 Millionen Kopien weltweit meistverkaufte Spiel ist übrigens Myst, ein gewaltfreies Adventure mit Rätsel-Elementen.
 
Die Schuldfrage:
Soldier of FortuneDas wird meist aber geflissentlich übersehen, denn auch die Medien sind nicht ganz unschuldig am schlechten Ruf der Computerspielebranche. Berichte über blutrünstige Spieler, die an diversen Massakern in Schulen verantwortlich gewesen sein sollen, riefen das Bild des sozial verarmten und abgestumpften Computerspielers wieder mal in den Köpfen der Öffentlichkeit hervor. Dabei wird leicht außer Acht gelassen, dass Spiele härterer Gangart wie Quake 3 oder Soldier of Fortune allein mit Sicherheit nicht ausschlaggebend für diese Tragödien gewesen sind. Es mag zwar sein, dass Spiele bei einigen wenigen für eine erhöhte Gewaltbereitschaft sorgen, aber ein gewisses Potenzial wird auch schon vorher dagewesen sein. Außerdem kamen einige der erneut untersuchten Studien zu dem Ergebnis, dass Spiele auch als Ventil zum Abbau von Aggressionen dienen können - vom Lerneffekt bei Spielen wie der bekannten Sim-Reihe ganz zu schweigen.
Links:
Zum Text des Artikels in:
The Guardian

Keine Gewalt
Eigenverantwortung:
id SoftwareUnterm Strich bringt die vom britischen Innenministerium durchgeführte Studie wohl auch keine endgültige Erleuchtung, aber zumindest werden nicht nur die möglichen negativen Auswirkungen in den Vordergrund gestellt sondern auch versucht, das Thema neutral anzugehen.
Letzten Endes muss natürlich jeder selbst wissen, wieviel Spiel und wieviel Gewalt er verträgt. Natürlich sind in dem Zusammenhang auch die Eltern gefordert, aber meistens wissen die gar nicht, was ihr Nachwuchs alles so auf der Platte hat. Da fällt es dann auch schon mal leicht, bei sozialer Verarmung des Kindes die Schuld bei gewaltverherrlichenden Spielen zu suchen. Hoffentlich helfen in dieser Hinsicht Studien wie die obige, Vorurteile gegenüber Spielen und Spielern abzubauen. Denn egal ob Spiele jetzt nun schlauer machen oder nicht - ein differenzierteres Herangehen an das Thema wäre schon mal ein intelligenter Schritt in die richtige Richtung. Harren wir also gespannt der Dinge, die da kommen mögen.
© 17.04.2001 by CE

 
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