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Der Herr der Ringe - Die Gefährten
Die Gefährten"Die [...] Welt unterteilt sich in jene, die 'Der Hobbit' und 'Der Herr der Ringe' bereits gelesen haben und jene, die sie noch lesen werden" sagte einst die Sunday Times über Tolkiens kongeniale Ring-Trilogie. Nach Erscheinen des "Hobbit" im Jahr 1937, feilte der britische Professor für Linguistik John Ronald Reuel Tolkien (1892-1973) mehr als zehn Jahre an seinem Fantasy-Epos, dessen erster Teil "Die Gefährten" erstmals 1954 erschien. Sein Werk wurde in 25 Sprachen übersetzt und ging weltweit mehr als 50 Millionen Mal über die Ladentheke. Er gilt als der Erfinder der modernen Fantasy, wollte sein Werk aber nie als Allegorie auf die Ereignisse von 1939-1945 verstanden wissen. Und er wollte auch nicht, dass Disney jemals seine Bücher verfilmt.
 
Der lange Weg vom Buch zum Film:
NazgulDoch lange Zeit sah es so aus, als würde der Stoff nie verfilmt, insbesondere nachdem 1977 eine unvollendete Zeichentrick-Version gnadenlos gefloppt war. Hollywood strich vor der Komplexität des Projektes die Segel und muss jetzt mit ansehen, wie ein anderer die Lorbeeren einheimst. Denn erst Tolkien-Liebhaber und Regisseur Peter Jackson ("Braindead", "Heavenly Creatures") wagte sich erneut an die Umsetzung des Buches. Allerdings wollte Jackson getreu der Bücher ebenfalls eine Film-Trilogie schaffen, was dem Studio Miramax zu gewagt schien und ausstieg. Erst bei New Line Cinema fand Jackson Gehör und drehte alle drei Teile innerhalb von 18 Monaten für ca. 660 Millionen Mark. Den idealen Drehort fand Jackson in seiner Heimat Neuseeland, wo er mit Hilfe der Regierung und des Militärs Mittelerde mit beispiellosem Aufwand zum Leben erweckte.
 
Ein Ring sie zu knechten...
Caradhras-GebirgeDas Schlüsselwort zum Gelingen des Films ist Zeit. Peter Jackson nahm sich drei Jahre Zeit, um die Verfilmung so gut wie möglich vorzubereiten. Doch auch der Film selbst nimmt sich Gott sei Dank Zeit - fast drei Stunden lang lernen wir die Hobbits kennen, erfahren von Frodos gefährlichem Auftrag und der Flucht vor den Nazguls, erhalten Einblick in die dunklen Machenschaften Sarumans und begleiten die neun Gefährten auf ihrem abenteuerlichen Weg durch das Caradhras-Gebirge, Moria und Lothlorien. Mal schwelgt der Film in ruhigen Bildern, dann wieder folgen schnelle Actionszenen mit zum Teil atemberaubenden Schwertkämpfen. Natürlich blieb die ein oder andere inhaltliche Änderung nicht aus und nicht alle Aspekte des Buchs konnten in den Film mit einfließen - dennoch sind es nur leichte Veränderungen, die Tolkiens Buch nicht verfälschen.
 
...sie alle zu finden...
Statuen der AltvorderenDoch auch sonst bewies Jackson Liebe zum Detail. So sind Sets, Kostüme und Masken sehr aufwändig und kommen nah an die Beschreibungen im Buch heran. Die Besetzung kann sich sehen lassen: Elijah Wood (Frodo), Ian Holm (Bilbo), Ian McKellen (Gandalf), Christopher Lee (Saruman), Viggo Mortensen (Aragorn), Sean Bean (Boromir) und als einzige Frauen Liv Tyler (Arwen) und Cate Blanchett (Galadriel). Schön elbisch wirkt auch Orlando Bloom (Legolas), dessen Bogenkünste teils schwindelerregend sind - Tricktechnik sei Dank. Einzig Elrond hätte ich mir älter und weiser vorgestellt als er im Film rüberkommt. Ein weiterer Hauptdarsteller des Films sind die famosen Special Effects, die Jackson von seiner eigenen Trickfirma produzieren ließ. Oftmals merkt man deren Vorhandensein gar nicht, an anderen Stellen sind sie überwältigend (mein Favorit: der riesige Balrog). Und die traumhaften Landschaften Neuseelands erwiesen sich als optimale Kulisse für das bildgewaltige Epos.
Links:
Verleih:
New Line Cinema

Offizielle Seiten in:
Deutsch,
Englisch,

Fansiten:
Herr-der-Ringe-Film.de,
The One Ring.net
...und ewig zu binden.
Der Eine RingObwohl ich erst Bedenken hatte, ob sich solch ein vielschichtiges Werk wie "Der Herr der Ringe" überhaupt anständig verfilmen lässt, haben sich die Bedenken als haltlos erwiesen. Mir hat der Film sehr gut gefallen und ich glaube kaum, dass sich zwischen Film und Buch ein Konflikt ergeben wird. Leider dauert es jetzt ein Jahr, bis wir den zweiten Teil zu Gesicht bekommen werden - und das, obwohl schon alle drei Teile längst abgedreht sind. So lange kann man sich ja noch mal den ersten ansehen oder aber zum Buch greifen.
Auch im Spielebereich wird die Trilogie bald wieder aufleben. Nach den misslungenen Umsetzungen Lord of the Rings (1991) und Riders of Rohan (1992) hatte die Spielebranche das Thema ähnlich behandelt wie die Filmindustrie. Im Dezember erwarb aber Vivendi Universal die exklusiven Rechte, um die Trilogie auch auf den heimischen PC bzw. Konsole zu bringen. Bislang sind schon Xbox- und Gameboy-Advance-Umsetzungen angekündigt, wie es mit der PC-Variante ausschaut, steht noch nicht fest. Ebenfalls unbekannt sind derzeit noch inhaltliche Aspekte der Spiele, sie sollen sich aber an die Vorlage halten. Hoffentlich gelingt Vivendi ein Revival des "Herrn der Ringe" für den Computer, wie es Jackson für die Leinwand vollbracht hat.
© 27.12.2001 by CE

 
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