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Age of Empires 2 - Age of Kings
AoE2 BoxViele halten es jetzt schon für besser als das erst vor kurzem erschienene Command & Conquer 3: Operation Tiberian Sun, einfach deshalb, weil es weitaus mehr Neuerungen zu bieten hat als der Konkurrent. Dabei haben die Ensemble Studios das bewährte Spielkonzept des überaus erfolgreichen Vorgängers weiter ausgebaut und bieten nun noch mehr geschichtlichen Hintergrund, noch mehr spannende Echtzeitkämpfe und einen noch größeren Technologiebaum. Ein Ausflug ins "Zeitalter der Könige" lohnt sich, nicht nur für Fans des Genres, sondern auch für Strategieneulinge.
 
Grafik:
AoE 1Auch wenn einem auf den ersten Blick vieles vertraut vorkommen mag, wurde die Grafik stark verbessert. So sind nun mehrere Auflösungen von 800 x 600 bis 1280 x 1024 Bildpunkten möglich und der Detaillevel kann verstellt werden. Das Terrain weist nun verschiedene Höhenstufen auf, die allerdings keinen Einfluss auf die Geschwindigkeit der Einheiten haben. Größtenteils neu sind auch die Animationen der Einheiten, sowie die Gebäude für die 13 unterschiedlichen Völker, die jeweils ihren eigenen Grafikstil haben. Außerdem wirkt die Landschaft recht lebendig: Da segeln Vögel durch die Lüfte, Fische tummeln sich im Wasser und Raubtiere bevölkern die Wälder. Lediglich der Bau und das Zerstören der Gebäude wirkt ziemlich unspektakulär. Geschmacksache sind die - meines Erachtens atmospärisch dichten - Zwischensequenzen, denn abgesehen vom netten Render-Intro laufen alle als eine Art gezeichnetes, von Sprachausgabe unterlegtes Bilderbuch ab.
 
Gameplay:
AoE 2AoE II ist in fünf Kampagnen (inkl. Tutorial) unterteilt, in denen man ebensoviele der insgesamt 13 Völker durch historisch angehauchte Missionen führt, z.B. den Schotten William Wallace oder die französische Heldin Johanna von Orleans im Kampf gegen die Engländer. Meist führt man sein Volk durch verschiedene Epochen, angefangen beim Dunklen Zeitalter bis hin zum Imperialen Zeitalter, wobei mit jeder neuen Epoche weitere Errungenschaften zugänglich werden (bessere Kämpfer, Gebäude etc.). Um mit dem starken Computergegner mithalten zu können, muss man sich ausgiebig um den Abbau von Ressourcen kümmern, denn ohne tonnenweise Holz, Nahrung, Steine und Gold kommt man auf keinen grünen Zweig. Vor allem die Spezialeinheiten, über die jedes Volk verfügt - wie z.B. Samurai bei den Japanern, Kampfelefant bei den Persern -, sind sündhaft teuer.
Neu sind auch die verschiedenen Formationen, die man Einheitenverbänden zuweisen kann. So schön Rechteck- oder Keilformationen auch sind, so können sie beim Spielen auch Nachteile haben. Die schnelleren Einheiten (Kavallerie) passen sich in einer Formation den langsameren Einheiten (Infantrie, Katapulte etc.) an, so dass ein Sturmangriff nur möglich ist, wenn man die Reiterei von den übrigen Einheiten trennt. Dafür hat die KI der Einheiten zugelegt und die Wegfindungsroutinen klappen jetzt um einiges besser als im Vorgänger. Größte Neuerung gegenüber AoE stellen die verschiedenen Belagerungsoptionen dar. Der Bau von Verteidigungsanlagen und Burgen hat stark an Bedeutung gewonnen. Wenn man mit Rammböcken oder den äußerst mächtigen aber schwerfälligen Wurfkatapulten (Trebuchets) die Festungsanlagen des Gegners zu stürmen versucht, kommt echtes Mittelalter-Feeling auf.
Details:
Hersteller:
Ensemble Studios

Webseite:
Age of Emp. 2

Genre:
Strategie

Grafik:
gut

Sound:
sehr gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Cheats
Pro & Contra:
AoE 3Die Stärke von AoE II liegt in seiner komplexen doch leicht steuerbaren Nachbildung einer mittelalterlichen Welt. Sogar rudimentärer Handel oder Diplomatie lassen sich betreiben. Seinen besonderen Reiz entwickelt AoE II aus dem durchdachten Wirtschaftsystem, dem Kampf um Rohstoffe, den Schlachten zu Land und zu See und, natürlich, aus den Belagerungen feindlicher Burgen oder Städte. Außerdem ist bei AoE II Vielfalt Trumpf, denn jedes der 13 Völker sieht anders aus, hat zumeist einen anderen Grafikstil, verfügt über spezielle Vor- und Nachteile und meldet sich sogar in seiner eigenen Sprache zu Wort.
Dennoch ist der Spielspaß nicht ungetrübt. Schuld daran ist vor allem der sehr hohe Schwierigkeitsgrad. Zwar lässt dieser sich in fünf Stufen einteilen, doch bereits auf dem zweitleichtesten kommt vor allem bei Einsteigern angesichts der schieren Übermacht des Computergegners schnell Frust auf. Zudem mag es zwar realistisch sein, dass eigene Einheiten von den eigenen Katapulten oder Kanonen getroffen werden können, doch bei so manchem Sturm auf eine gegnerische Festung bedurfte es nicht mal großartiger Gegenwehr des Feindes, um die eigene Mannschaft in Windeseile zu dezimieren. Um diesem Problem vorzubeugen, integrierten die Ensemble Studios verschiedene Gesinnungen der Einheiten (von aggressiv bis passiv), doch bei aggressiv verhalten sich die eigenen Mannen meist wie Kamikaze und bei passiv (sinnvoll bei Katapulten) sind sie häufig zu passiv und reagieren z.B. nicht auf einen Bekehrungsversuch durch einen feindlichen Priester.
Doch ungeachtet dieser kleineren Mängel bereitet AoE II jede Menge Spaß; ein Editor und eine Reihe von Multiplayer-Optionen (z.B. Königsmord) runden das Gesamtbild positiv ab. Nicht nur Geschichtsfans, die übrigens jede Menge Hintergrund-Informationen über das Mittelalter geliefert bekommen, sondern auch Strategiefans können ohne zu zögern loszocken.
© 2000 by CE

 
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