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Command & Conquer 3 - Operation Tiberian Sun
C&C CoverDas Warten auf den dritten Teil einer der erfolgreichsten Spieleserien hat nun endgültig ein Ende: Seit dem 26. August steht das wohl am meisten erwartete Echtzeitstrategiespiel, Westwood's Command & Conquer 3 - Operation Tiberian Sun in den Läden. Stellt sich nur die Frage, ob die lange Entwicklungszeit dem Spiel gut getan hat und ob es den Designern gelungen ist, ausreichend Neues zu bieten, um sich gegen die herannahende Konkurrenz vom Kaliber eines Age of Empires 2 - The Age of Kings behaupten zu können (die Antwort lest ihr im Test zu Aoe 2). Aber eins nach dem anderen...
 
Grafik:
All diejenigen, die die Vorgänger gespielt haben (also so ziemlich alle), werden sich sofort heimisch fühlen. Das rechte Bildschirm-Drittel wird vom üblichen Bedienbalken und der Radarkarte eingenommen, das Geschehen selbst erstrahlt im gewohnten, mit der neuen Voxel-Technologie überarbeiteten, 2D-Gewand. Neu sind natürlich alle Einheiten, Fahrzeuge, Gebäude und deren Animationen, obwohl sich vor allem die Infantrie nicht sonderlich von den Vorgängern unterscheidet. Ebenfalls neu sind die verschiedenen Höhenstufen des Terrains, die auch taktische Auswirkungen auf das Spielgeschehen haben: zum einen verlangsamen Steigungen das Vorankommen der Einheiten, zum anderen erhöht sich der Sichtradius, wenn sie auf einem Hügel stehen. Farbige Lichteffekte sowie Gebäude, die unter Beschuss in ihre Einzelteile zerlegt werden, sorgen für weitere optische Höhepunkte. Nichtsdestotrotz reicht die Grafik von C&C 3 nicht an die 3D-beschleunigten Schlachtfelder eines Earth 2150 heran. Bei den gerenderten Zwischensequenzen zeigt Westwood aber erneut, warum sie zu den Meistern ihres Fachs gehören.
 
Story:
Ion CannonDie Story von C&C; 3 gehört mit zum Spannendsten, was das Genre zu bieten hat. Die überraschende Rückkehr des tot geglaubten Edel-Bösewichts Kane (dargestellt von Joe Kucan) bringt General Solomon (James Earl Jones) und die GDI gehörig ins Schwitzen. Der Konflikt zwischen der Bruderschaft von NOD und der Global Defense Initiative entbrennt aufs Neue, und der Spieler darf eine der beiden streitbaren Parteien zur Vorherrschaft führen. Vor und nach jeder Mission wird die Geschichte anhand von tollen Zwischensequenzen weitergesponnen, wobei richtige Schauspieler vor virtuellem Hintergrund agieren. Im weiteren Spielverlauf stößt man auf ein geheimnisvolles Alienraumschiff und auf Mutanten, deren Gene durch das Tiberium verändert wurden und nun Lebensenergie innerhalb eines Tiberiumfeldes zurückgewinnen können.
 
Gameplay:
Vor den Sieg hat Westwood ungefähr 17 Missionen pro Partei gesetzt, wobei der Missionsstrang desöfteren verzweigt. Allerdings erfährt man nun vor der Missionsauswahl, was einen in etwa erwartet; manche Missionen dienen sogar als Erleichterung für die nachfolgende. Die Missionsziele lauten zwar meistens "Zerstöre alles und jeden", zuvor müssen aber oft weitere Unterziele erledigt werden, z.B. ein Gebäude einnehmen, bevor man zur Vernichtung des Feindes übergeht. Auch Eskortaufträge sind wieder mit von der Partie; Innenmissionen kommen nicht mehr vor. Neu ist auch das sogenannte dynamische Schlachtfeld, d.h. Brücken können zerstört und wieder repariert werden und das Terrain ist durch Explosionen verformbar, was Einfluss auf die Geschwindigkeit der Einheiten hat. Einzige Ressource im Spiel ist das Tiberium, das in zwei Arten vorkommt: grün und blau. Das blaue Tiberium ist zwar wertvoller, dafür aber hochexplosiv und verwandelt somit die (immer noch dümmlichen) Sammler in rollende Zeitbomben.
 
GDI:
GDI soldiersDie "gute" Global Defense Initiative (kurz: GDI) setzt auf eher konventionelles Kriegsgerät, wobei sie über Schwebegleiter verfügt, die Höhenunterschiede und Flüsse ohne Schwieigkeiten überwinden können. Für beide Parteien gilt aber, dass es keine Seestreitkräfte und keine Supereinheiten gibt, die gegen alle anderen Einheiten gleich effektiv eingesetzt werden könnten. Das Spiel macht starke Unterschiede zwischen panzerbrechender und MG-Munition, so dass eine gesunde Mischung aus Infantrie und Fahrzeugen der beste Weg zum Erfolg ist. Am Ende der GDI-Kampagne darf man zwar den Mammoth MK-II produzieren, der am ehesten alles platt machen könnte, jedoch ist die Produktion auf eine Einheit begrenzt, um etwaigen Ungleichgewichten vorzubeugen. Der Nachteil der Infantrie von GDI und NOD besteht darin, dass das Überqueren von Tiberium-Feldern gesundheitsschädlich für sie ist und sogar zum Ableben führen kann. Ein Sanitäter sorgt aber auf beiden Seiten wieder für körperliches Wohlbefinden.
Details:
Hersteller:
Westwood

Webseite:
Tiberian Sun

Genre:
Strategie

Grafik:
gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Cheats
NOD:
NOD soldierDie "böse" Bruderschaft von NOD verfügt über martialischere Kriegsmaschinerie und hinterhältigere Waffen als GDI. Starke Cyborgs, Flammenwerfer oder Einheiten mit der "Stealth"- (Unsichtbarkeit) oder "Maulwurf"-Technologie, die sich einbuddeln und innerhalb der Feindesbasis wieder auftauchen können, sorgen für kalten Angstschweiß beim Gegner. Der große Nachteil für NOD liegt in der starken Abhängigkeit von der Energie, da vor allem Laserzäune bei Energiemangel ausfallen und dem einmarschierenden Feind Tür und Tor öffnen. Hier hilft vor ein neuer Button, der es erlaubt, jene Gebäude vom Netz zu nehmen, die für die unmittelbare Verteidigung nicht gebraucht werden, so dass wieder Energie für die Zäune und Abwehrtürme frei wird. Gleiches gilt logischerweise auch für GDI.
 
Fazit:
Auch wenn die Grafik nicht den höchsten Ansprüchen gerecht wird und sich auf den ersten Blick kaum etwas am Spiel verändert zu haben scheint, entdeckt man bei näherer Betrachtung viele neue Details, die den jüngsten Teil der erfolgreichen Serie erneut zu einem Spielspassknaller machen. Nicht zuletzt die motivierende Story und die dichte Atmosphäre sorgen dafür, dass C&C 3 die Messlatte für Echtzeitstrategie-Spiele wieder ein Stückchen höher legt - zumindest bis zum Erscheinen des Konkurrenz-Titels Age of Empires 2. Lediglich die deutsche Synchronisation und einige Entschärfungen sorgen für lange Gesichter; wer des Englischen einigermassen mächtig ist, sollte unbedingt zur Originalversion greifen.
© 2000 by CE

 
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