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Sid Meier's Civilization 3
Menü"Build an Empire to Stand the Test of Time" lautete der epische Untertitel des ersten Civilization als es 1992 erschien. Auch gut zehn Jahre später gilt dieses Motto nach wie vor. Im Grunde haben Sid Meier und sein Firaxis-Team am bewährten Spielprinz nicht allzu viel verändert - die Neuerungen finden sich vielmehr im Detail. Doch eine Radikalkur hätte dem Titel wohl eher geschadet als geholfen, denn immerhin hatten sich beide Vorgänger mehrere Monate in den Toppositionen der Charts behauptet und gelten auch heute noch zu den beliebtesten und erfolgreichsten (Strategie-)Spielen überhaupt. Was also ist dran an Civilization 3 und was haben Sid Meier-Spiele, was anderen vorenthalten bleibt?
 
Grafisch zweckmäßig:
AnfangsphaseInteressanterweise zählte die Civilization-Reihe noch nie zu den grafisch beeindruckenden Titeln, verkaufte sich dieser Tatsache ungeachtet aber bestens. Auch der dritte Teil knüpft an diese "Tradition" an und kann grafisch nur mäßig begeistern. Sieht man von den schönen Animationen der Einheiten ab, ist die Grafik kein Quell der Freude. Besonders hübsch hässlich sind die gerenderten Portraits der 13 Persönlichkeiten, die je ein Volk anführen. Wenige Animationen, keine Zwischensequenzen und keine Möglichkeit, die Auflösung zu ändern (es sei denn, man ändert die CivilizationIII.ini per Hand) - was also bewegt den geneigten Spieler dazu, sich mit Civ 3 überhaupt zu befassen? Nun, die Grafik ist vor allem zweckmäßig und erlaubt eine optimale Übersicht über das Geschehen. Es braucht nur wenige Klicks, um sein Volk in und außerhalb den Städten zu managen. Schön auch, dass die erläuternde Civilopedia dank Hypertext jederzeit aufgerufen werden kann. Der je nach Epoche wechselnde Soundtrack ist hingegen wieder recht unauffällig.
 
Spielerisch fesselnd:
ImperiumWer schon einen der beiden Vorgänger gespielt hat, wird sich sofort heimisch fühlen. Eine Story gibt es in Civ 3 nicht, weshalb sich an der Aufgabe, sein Volk aus dem Jahre 4000 vor Christus bis in die Zukunft im Jahr 2050 zu führen, praktisch nichts geändert hat. Dazu sucht man sich zunächst aus 13 Völkern (wie z.B. Engländer, Deutsche, Amerikaner, Azteken, Römer) sein bevorzugtes aus, sollte bei der Wahl aber auf deren zwei Attribute achten. Ein militaristisches Volk hat es beim Kampf leichter, wissenschaftliche Völker bei der Forschung und expansionistische Triebe bescheren einem anfangs einen Aufklärer. Zudem fängt jede Nation mit zwei Entdeckungen an und verfügt über eine eigene Spezialeinheit. So können zwar alle Völker einen Jet Fighter bauen, jedoch nur die Amerikaner haben die F-15, die ihnen in der Luft einen Vorteil verschafft.
 
Diplomatisch geschickt:
DimplomatieDie Faszination zieht die Civilization-Reihe aus ihrer großen spielerischen Freiheit. Ihr beabsichtigt Eure Gegner mit militärischen Mitteln zu vernichten, mit Diplomatie einzulullen und ganz auf Krieg zu verzichten oder die Konkurrenz mit kulturellem Fortschritt zu beeindrucken - alles kein Problem. Schon zu Beginn legt Ihr den Grundstein für Eure spätere Vorherrschaft, in dem Ihr ein von Rohstoffen gesegnetes Plätzchen findet und dort Eure erste Stadt gründet. Danach geht es ans Expandieren und Aufrüsten, um nicht schnell ins Hintertreffen zu geraten. Eure Arbeiter bauen fleißig Straßen, die ein schnelles Vorankommen ermöglichen, bauen Minen für erhöhte Produktion oder bewässern unfruchtbare Gegenden. Rohstoffe müssen neuerdings von Arbeitern per Straße erschlossen werden - liegt der Rohstoff außerhalb eines Stadtgebiets, kann der Arbeiter auch eine Kolonie über dem Rohstoff errichten. Diese Rohstoffe erhöhen nicht nur die Zufriedenheit Eurer Bürger, auch mit dem Gegner lässt sich gut damit verhandeln. Überhaupt ist Diplomatie ein wesentlicher Bestandteil von Civ 3: ob Rohstoffe, Weltkarten, Technologien oder Bündnisse - alles lässt sich verhandeln. Dabei bestimmt die eigene kulturelle oder militärische Stärke, ob sich der Gegenüber arrogant oder anhimmelnd verhält.
Details:
Hersteller:
Firaxis

Webseite:
Civ 3,
Patches

Genre:
Strategie

Grafik:
befriedigend

Sound:
befriedigend

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
StadtbildschirmDer interessanteste Aspekt von Civ 3 ist aber nach wie vor die Hatz nach Technologien und Weltwundern. Technologien wie "Metallurgie" oder "Physik" bringen Fortschritt und ermöglichen den Bau neuer Einheiten und/oder Bauten. Weltwunder hingegen steigern den Kultur-Wert und sorgen z.B. für bessere Moral unter den Bürgern oder bringen Verbesserungen in jeder Stadt. Daneben gibt es erstmals auch kleine Wunder, die jede Nation einmal bauen kann, wie z.B. einen weiteren Palast. Seine durch Steuern oder Handeln erwirtschafteten Einnahmen pro Runde sollte man sinnvoll aufteilen zwischen Forschung und Unterhaltung (hebt Moral der Bürger). Eine schnelle Erforschung von Technologien sichert einem einen Vorsprung auf dem Weg zur Besiedlung des Alls, die als Spielziel dient. Andererseits ist das ohne zufriedene Bürger nicht machbar, wobei die Zufriedenheit auch von der gewählten Staatsform abhängen kann.
Man sieht, die Zusammenhänge in Civ 3 sind komplex und alle aufzuzählen würde Stunden dauern. Unterm Strich aber macht das Spiel schon nach kurzer Zeit süchtig, wobei gerade die Anfangsphase am meisten Spaß macht. Später kann es leicht unübersichtlich werden, trotz einschaltbarem Management durch den Computer. Obwohl es mehrere Schwierigkeitsgrade gibt, werden manche an den herausfordenden Gegnern scheitern. Dass die Hardwareanforderungen trotz mieser Grafik recht hoch sind, ist dem Spiel genauso anzulasten wie die vielen Bugs, die erst durch einen Patch (s. Infokasten) behoben werden. Ungeachtet dessen gehört Civ 3 zur Referenz der Strategiespiele. Viele Verbesserungen im Detail, der trotz der vielen Spielaspekte leichte Einstieg gepaart mit der intuitiven Steuerung machen Civ 3 zum Pflichtkauf für jeden Strategen. Zwar fehlt ein Multiplayer-Modus, dafür gibt es einen Editor, der das Entwerfen eigener Karten ermöglicht. Auf der offiziellen Website werden solche Maps auch zum Download angeboten. Die Frage ist nur - will your empire stand the test of time?
© 13.04.2002 by CE

 
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