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Colin McRae Rally 2.0
Ford Focus - SchwedenWeltmeister Colin McRae ist zurück und dreht auf dem virtuellen Parkett zum zweiten Mal seine Runden. Gehörte der erste Teil schon mit zum Besten, was das Rallygenre zu bieten hatte, setzt Colin McRae Rally 2.0 noch eins drauf. Mehr Autos, mehr Strecken und ein noch cooleres Fahrgefühl haben sogar mich, der ich eigentlich nicht auf Rennspiele abfahre, restlos überzeugt. Da kann die Need for Speed-Reihe noch so mit Grafik klotzen, an Colin McRae Rally 2.0 kommt es nicht heran. Dabei ist das Spiel kein oberflächlicher Fun-Racer wie etwa die Bleifuß-Reihe, sondern kann auch durchaus abseits der Piste überzeugen. Damit wird es sowohl für Profis als auch Neueinsteiger interessant.
 
Grafik:
Ford Focus - GroßbritannienDie Grafik ist gleichzeitig Stärke und Schwäche des Spiels. In der höchsten Detailstufe sind die Wagen hervorragend animiert und stehen ihren realen Vorbildern in nichts nach. Dabei sind Detailgrad und Auflösung einstellbar, so dass ab einem Pentium mit 300 MHz der erste Spaß aufkommt. Während der Fahrt kann man diverse Kameraperspektiven wählen, wobei die von hinten am meisten Übersicht bietet. Ein realistisches Schadensmodell sorgt für zerberstende Scheiben, Rücklichter und eingedellte Kotflügel. Auf matschigem Untergrund verschmutzt der Wagen zusehends. Auch bei Regen oder Schneefall muss man auf die Piste, hinzu kommen Nachtfahrten oder - mein Favorit - atmosphärische Fahrten bei Sonnenuntergang. Die acht verschiedenen Länder weisen jeweils grafische Eigenheiten auf, sind aber nicht übermäßig detailliert geraten.
Darin liegt auch die Schwäche der Grafik. Abseits der Strecke gaben sich die Designer nicht so viel Mühe, denn Büsche, Bäume oder sogar die Zuschauer bestehen aus 2D-Bitmaps, was bei näherer Betrachtung aufgesetzt und billig wirkt. Häuser, Farmen oder Tiere sieht man nur selten. Allerdings fallen einem Details eh nur bei den Wiederholungen auf, die dafür umso spektakulärer geraten sind. Rasante Kamerafahrten, ungewöhnliche Winkel und schnelle Schnitte sorgen für echtes Fernseh-Flair.
 
Rally-Modi:
Subaru Impreza - SetupDas Spiel bietet mehr Rally-Modi als zuvor. So hat man neuerdings die Wahl zwischen dem Rally- und dem Arcade-Modus. Bei letzterem fährt man erstmals gegen andere Fahrer auf Rundkursen und kann sogar Meisterschaften absolvieren. Doch schon im zweiten von drei Schwierigkeits-Modi sollte man seinen Wagen und die Strecke im Schlaf kennen. Auch ein Einzel- oder ein Zeitrennen stehen im Arcade-Modus zur Auswahl.
Herzstück von Colin 2 ist aber weiterhin der normale Rally-Modus. Neben der Einzelrally, der Einzeletappe und dem Zeitrennen ist hierbei die Meisterschaft natürlich am Bedeutendsten. In Finnland, Griechenland, Schweden, Frankreich, Australien, Kenia, Italien oder Großbritannien muss man, abhängig vom Schwierigkeitsgrad, zwischen 4 und 11 Strecken pro Land fahren. Nach jeder zweiten Strecke kann man speichern, sich Infos über die folgenden Strecken einholen sowie das Auto reparieren oder dessen Einstellungen im Servicebereich ändern. In 60 Minuten kann man z.B. die Reifen wechseln, das Getriebe oder die Aufhängung verändern und natürlich von der Karosserie bis zum Antrieb alles reparieren. Je demolierter ein Wagen, desto schlechter auch seine Leistung, versteht sich. Den Wageneinstellungen kommen später immer mehr Bedeutung zu, will man immer 12 Punkte und damit den Etappensieg davontragen. So verlangen hügelige Pisten eine höhere Aufhängung, rutschige eine verminderte Bremskraft oder kurvige eine andere Schaltung. Bei letzterer hat man übrigens die Wahl zwischen Automatik- oder Schaltgetriebe. Beim letzten Modus, dem Wettkampf, fährt man auf speziellen Rundkursen mit jeweils anderen Autos im K.O.-System gegen den Computer - bis man hoffentlich als letzter übrig bleibt.
 
Länder & Wagen:
Subaru Impreza - AustralienDie Strecken der acht Länder unterscheiden sich gewaltig. Während man in Finnland durch ausgedehnte Wälder heizt, verlangt das kurvige und staubige Griechenland schon mehr Feingefühl. Im verschneiten Schweden muss man mit glattem Untergrund und sogar Eis kämpfen, ein himmelweiter Unterschied zu den griffigen Asphalt-Fahrbahnen Frankreichs. In Australien und vor allem in Kenia sind äußerst schnelle Strecken zu fahren, die eine verlängerte Schaltung erlauben. An Italien mit seinen extrem kurvigen Serpentinen wird sich so mancher die Zähne ausbeißen - sowohl Schaltung als auch Bremsen werden stark belastet. Im verregneten Großbritannien geht es auf verschiedenen Untergründen zum Glück wieder schneller und einfacher zu. Das Schöne dabei ist, dass man die Strecken nicht auswendig lernen muss, sondern sich auf die Kommentare seines Beifahrers über die Schwierigkeiten im nächsten Abschnitt verlassen kann, die auch visualisiert werden. In der englischen Version werden die Kommentare von Colin McRaes tatsächlichem Beifahrer gesprochen.
Stehen anfangs nur vier Etappen zu Trainingszwecken zur Auswahl, wird mit jeder gewonnenen Etappe die nächste automatisch freigeschaltet. Gleiches gilt für den Schwierigkeitsgrad - der Expertenmodus muss sich erst erarbeitet werden - sowie für die Wagen. Die Palette an Wagen ist recht ausgewogen. Ob McRaes Ford Focus, der Subaru Impreza, Toyota Corolla oder Mitsubishi Lancer, mit allen lassen sich vernünftige Zeiten herausfahren. Lediglich der Seat Cordoba fällt etas aus dem Rahmen. Als Bonuswagen erhält man den nett-antiquierten Ford Mustang und den Ford Puma. Ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad gibt es außerdem Cheats freizuschalten, die mehr oder weniger sinnvoll sind (wie z.B. der Feuerball, mit dem man Autos im Arcade-Modus wegschießen kann).
Details:
Hersteller:
Codemasters

Webseite:
Colin 2.0,
Demo-Version

Genre:
Rallye-Spiel

Grafik:
gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
Peugeot 206 - GriechenlandColin McRae Rally 2.0 ist trotz leichter Mängel Fahrspaß in Reinkultur. Weniger glanzvoll ist dabei das grafische Geschehen abseits der Piste und die Tatsache, dass manche Strecken einfach gespiegelt werden, um künstliche Spieltiefe zu erzeugen. Die Wagen weisen nur geringe Steuerunterschiede auf und die Cockpit-Kamera ist praktisch unbrauchbar und sieht zudem noch übel aus.
Aber wer hält sich schon an solchen Kleinigkeiten auf? Das Prinzip der Freischaltung hält einen länger bei der Stange als man meinen möchte, ständig gibt es Neues zu entdecken bzw. zu fahren. Die Strecken selbst variieren von leicht bis anspruchsvoll und vor allem die Abschnitte bei Sonnenuntergang sind an Atmosphäre kaum zu toppen. Der hilfreiche Beifahrer erleichtert einem das Fahren ungemein. Auch die Wagen selbst sowie die genialen Wiederholungen sorgen für echtes TV-Feeling. Ungeschlagen ist auch das Fahrgefühl - es ist ungemein befreidigend, schwierige Haarnadelkurven mit einem gekonnten Drift und ohne Einsatz der Bremsen zu durchfahren. In Schweden werden Powerslides zum Tagesgeschäft, ebenso in Großbritannien, weshalb sie für mich zu den motivierendsten Etappen zählen. Selbst Rennspielmuffel werden Colin 2 lieben, zumal auch an einen Multiplayer-Modus gedacht wurde. Start the engines, please!
© 02.01.2001 by CE

 
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