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Diablo 2
Diablo 2Das heißerwarteste Action-Rollenspiel des Jahres ist endlich da und schon klagen die ersten über akuten Schlafentzug und Gelenkschmerzen in ihrem Zeigefinger - ein sicheres Anzeichen dafür, dass Diablo 2 erschienen ist. Der Nachfolger des Mega-Sellers von 1996 beschert Blizzard Entertainment wieder mal volle Kassen, ein programmierter Erfolg sozusagen. Doch was hat Diablo 2 was andere Spiele nicht haben? Was macht das eigentlich simple Spielprinzip so suchtverdächtig? Fragen, die man sich erst stellen wird, wenn man unzählige Stunden mit der erneuten Hatz nach Diablo verbracht hat. Also, Schwert umgegurtet und auf ins Abenteuer.
 
Grafik:
Erzengel TyraelDie lange Entwicklungszeit von Diablo 2 sieht man dem Spiel (teilweise) auch an. Vor allem die Auflösung von 640 x 480 Bildpunkten ist nicht mehr zeitgemäss - der kleine Bildschirmausschnitt und die leicht pixelige Umgebung sind nicht gerade das Gelbe vom Ei. Nichtsdestotrotz ist die Grafik gelungen. Schöne Animationen und atmosphärische Licht- und Schatteneffekte machen die geringe Auflösung vergessen. Eine 3D-Karte sorgt dabei für erhöhten Genuss. Gut umgesetzt sind auch die Effekte nach Beendigung einiger Aufgaben. Nach dem Säubern eines Dungeons von Monstern fallen beispielsweise Lichtstrahlen durch die Decke. Aber spätestens bei den minutenlangen Cutscenes werden sich die Augen vor Erstaunen weiten: Die phantastischen Rendergrafiken vermitteln den Eindruck, als handele es sich um einen Kinofilm und nicht um ein Spiel.
 
Story & Spielwelt:
D2 BoxDiablo 2 führt die Geschichte aus dem ersten Teil fort. Nach seinem Sieg über Diablo weit unter der Stadt Tristram, verbannte der Held aus Teil 1 den Fürsten der Dunkelheit in einen Edelstein, den er fortan in seiner Stirn mit sich führte. Doch Diablo ist noch nicht besiegt. Sein Geist ringt mit dem des zum Wanderer gewordenen Helden und droht ihn zu unterwerfen - eine recht ungesunde Wende, denn Diablo schmiedet bereits Pläne, um sich mit seinen beiden dunklen Brüdern, Baal und Mephisto, zu verbünden. Auch die Bewohner der Fantasywelt spüren neues Unheil heraufziehen. Üble Monsterhorden bedrohen die Städte und Siedlungen überall dort, wo der Wanderer vorbeizieht, und dezimieren die Bevölkerung.
In vier Akten mit jeweils unterschiedlichem Schauplatz und neuen Aufgaben gilt es, Diablo das Handwerk zu legen. Das Spiel beginnt in einem Banditenlager, geht dann weiter zur Wüstenstadt Lud Gholein, von dort aus in die Sumpfgebiete rund um Kurast und schliesslich zum Showdown in die Hölle selbst. In jeder Stadt erhält man Angaben zu seinen Quests, kann Waren bei Händlern einkaufen und sogar Söldner anwerben. Gut ausgerüstet macht man sich dann an die Erkundung der riesigen Oberwelt, in der auch Eingänge zu Dungeons und Tempeln zu finden sind. Damit man nicht immer den ganzen Weg zurücklaufen muss, gibt es Portale, die einen direkt zur Stadt teleportieren. Auch die Monsterschar hat kräftig zugelegt, vom einfachen Goblin über Golem bis hin zu Zauberern stellt sich einem so ziemlich alles Ungetier in den Weg, das man sich vorstellen kann. Jede Kreatur kommt dabei in verschiedenen Stärken und Ausführungen vor, z.B. einmal Axt schwingend, dann mit Pfeil und Bogen und ein weiteres Mal mit Magie (wie bei den Skeletten). Die Obergegner wie Andarial im ersten Akt oder später Mephisto, Baal und Diablo sind natürlich prächtig in Szene gesetzt.
 
Charakterfragen:
Die Höle des Bösen - Akt IAus den drei Charakterklassen im ersten Teil sind mittlerweile fünf geworden. Je nachdem, ob man sich für den Barbaren, die Amazone, den Paladin, die Zauberin oder den Nekromanten entscheidet, spielt sich Diablo 2 jedes Mal ein wenig anders. Denn auch wenn sich die Quests und Schauplätze nicht ändern, die Kampfweise und die 30 Fähigkeiten des jeweiligen Helden ändern sich dafür umso gravierender. Bei jeder neuen erreichten Stufe kann man fünf Punkte auf seine Charakterwerte wie Stärke, Ausdauer oder Vitalität verteilen und einen Punkt auf eine zusätzliche Fähigkeit. Für den Einsatz einer Fähigkeit wird Mana benötigt. Außerdem können alle Helden jetzt auch rennen.
Der Barbar setzt auf rohe Kampfkraft und kann mit Magie nicht allzu viel anfangen. Er kann alle Arten von Rüstungen und Waffen verwenden und verfügt als Zusatzfähigkeit über diverse Kampfschreie und Angriffstaktiken. Als einziger darf er zwei Waffen gleichzeitig schwingen und Sprungattacken ausführen.
Auch der Paladin ist ein guter Kämpfer, verfügt über einen starken Glauben und darf somit Auren einsetzen, die ihn und seine Partymitglieder im Kampf beschützen. Ebenso kann er Untote äußerst wirksam bekämpfen.
Die Amazone ist ein guter Allrounder und kann sich auf den Kampf mit Pfeil und Bogen und den Speer spezialisieren.
Die Zauberin heizt ihren Gegner mit offensiven Flammen- und Eissprüchen ein, kann aber auch Schutzzauber sprechen. Dabei lernt sie neuerdings weitere Zaubersprüche nicht mehr anhand von Büchern und Spruchrollen sondern mittels des Fähigkeitensystems.
Der Nekromant ist ebenfalls in der Magie bewandert, doch anstatt selbst anzugreifen, lässt er für sich kämpfen. Sein Spruchrepertoire erlaubt es ihm, Untote wiederzubeleben oder Kreaturen seinem Willen zu unterwerfen.
 
Sammeltrieb:
Lud Gholein - Akt IIWie in kaum einem anderen Spiel wird der Sammeltrieb des Spielers in Diablo 2 gefördert. Die Zahl an Waffen, Rüstungen, Amuletten, Ringen und neuen Ausrüstungs-Gegenständen wie Gürtel oder Handschuhe hat nochmal zugelegt. Zu den Gegenständen mit besonderen Eigenschaften und einzigartigen Items sind die sogenannten "gesockelten" Gegenstände hinzugekommen. Diese kann man mit diversen Edelsteinen bestücken, wodurch z.B. der Angriffs- oder Verteidigungswert erhöht wird. Wie stark der Bonus ausfällt, hängt von der Qualität der Edelsteine ab. Damit man an keinem Gegenstand vorbeiläuft, kann man sich anhand der ALT-Tast alle herumliegenden Dinge anzeigen lassen. Eine Automap zeichnet die weitläufige Umgebung auf. In jeder Stadt steht übrigens eine Kiste, in der man zusätzlich Gegenstände verstauen kann.
Details:
Hersteller:
Blizzard

Webseite:
Diablo 2,
Battle.net

Genre:
Rollenspiel

Grafik:
gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Diablo
Pro & Contra:
Der Nekromant - Akt IDas an sich simple Spielprinzip ist suchterzeugend wie kaum ein anderes. Grund dafür ist die ewige Hatz nach mächtigerer Ausrüstung und besseren Charakterwerten. Sieht der Held am Anfang noch aus wie ein ärmliches Hühnchen, gleicht er am Ende einem alles plattmachenden Kampfkoloss. Aufgrund der Fähigkeiten und Renn-Option sind die Charaktere ausgeglichener als im ersten Teil. Auch wenn sich die Aufgaben nicht ändern, die große Zahl an Gegenständen, die riesige und zufallsgenerierte Oberwelt nebst Kellergewölben und sinnvolle Detailverbesserungen sorgen für wochenlangen Spielspass. Spieler des ersten Teils treffen sogar auf einige alte Bekannte.
Lediglich die etwas angegraute Grafik (Ausnahme: die prächtigen Cutscenes) und die ärgerliche Speicherfunktion vermögen den Genuss zu trüben. Diablo 2 speichert beim Wechsel eines Gebiets automatisch ab oder aber beim Verlassen des Spiels. Haucht man zwischenzeitlich sein Leben aus, ist ein prozentualer Anteil seines mitgeführten Kapitals fällig, erst dann geht es weiter. Doch auch diese zwei Mankos vergisst man schnell angesichts der epischen Aufgabe, die vor einem liegt. Die verschiedenen Charaktere erhöhen die Wiederspielbarkeit ungemein, hat man das Spiel einmal geschafft kann man es mit neuem Schwierigkeitsgrad nochmal anfangen. Und natürlich lässt sich das Spiel über den firmeneigenen Battle.net-Server auch online spielen. Ihr seht also, Diablo 2 ist vielleicht DAS Spiel des Jahres. Ich für meinen Teil muss mich wieder meiner Aufgabe widmen. Nur noch ein Kapitel, nur noch dieses Dungeon, ok, das nächste vielleicht auch noch...
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