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Splinter Cell
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Indiana Jones und Die Legende der Kaisergruft
CeylonNach zwei hochkarätigen Adventures, Indiana Jones und der Letzte Kreuzzug und Indiana Jones and The Fate of Atlantis, sowie einem Action-Adventure, Indina Jones und der Turm von Babel, lässt es der Mann mit Hut und Peitsche in seinem jüngsten Abenteuer Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft mehr krachen als zuvor. Während bei den Vorgängerspielen noch eine Extra-Portion Köpfchen gefragt war, ist nunmehr ein geschickter Umgang mit Maus und Tastatur das Gebot der Stunde - Publisher LucasArts und Entwickler The Collective haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzt verstärkt auf Action. Fans des Archäeologen dürften das aber auch recht sein, denn ein immer wieder angekündigter Film mit Harrison Ford ist weiterhin nicht in Sicht.
 
Story:
IndyWie in einem Film beginnt das Spiel scheinbar harmlos. In Ceylon begleiten wir Indy auf der Suche nach einem Artefakt, das zunächst nichts mit der Hauptgeschichte zu tun haben scheint. Doch kaum hält er das gute Stück in Händen, melden sich seine Erzwidersacher, die Nazis, zurück und bekunden "Interesse" an Indys Fund. Zwar kann er von Beck und seinen Schergen entkommen, aber fortan sitzen Indy die Nazis im Nacken. Als er wieder in seiner Heimatuni in den USA anlangt, erhält Indy Besuch von zwei Chinesen (u.a. der schönen Mei Ying, die im Storyverlauf noch an Bedeutung gewinnen wird), die ihn darüber aufklären, dass sein jüngster Fund Teil eines Schlüssels zum legendären Herz des Drachen ist. Dieses mystische Artefakt in Form einer schwarzen Perle soll seinem Besitzer die Macht über die Willen anderer verleihen - kein Wunder also, dass die Nazis wieder mit von der Partie sind. Und ebenso klar ist, dass Indy sich auf die Suche nach den anderen Schlüsselteilen begibt und am Ende die Entdeckung des Herz des Drachen wartet.
 
Trainingscamp:
SeilbahnDoch der Weg dahin ist erwartungsgemäß steinig. Schon im ersten Abschnitt Ceylon werden wir daher Schritt für Schritt an die Steuerung herangeführt, denn Indys Bewegungsrepertoire ist recht umfangreich. Neben den Standardbewegungen wie laufen, springen, schwimmen und klettern, kann Indy sich an Vorsprüngen entlang hangeln, von Seil zu Seil springen oder an die Wand gepresst schmale Simse überqueren. Sein Hauptwerkzeug ist aber seine Bullenpeitsche, mit der er Gegner entwaffnen und verprügeln kann und die er um Lampen oder Vorsprünge schlingen kann, um schwungvoll gähnende Abgründe zu überqueren. Stellt sich ihm ein Gegner in den Weg, lässt Indy traditionsgemäß die Fäuste sprechen (immerhin war das schon in Indiana Jones und der letzte Kreuzzug möglich). Im Gegensatz zum schematischen Kampf damals verpasst er jetzt verschiedenen Schlagkombos und Tritten seinen Gegnern Saures, das es eine helle Freude ist. Stärkere Gegner beharkt er zudem mit Flaschen, Tischbeinen oder Schaufeln. Obwohl er auch teils auf Schießeisen wie Pistole, Schrotflinte oder MG zurückgreifen kann, lässt man fast unweigerlich die Waffen stecken und stürzt sich in die toll umgesetzten Faustkämpfe. Praktischerweise stürmen mehrere Gegner nur selten alle gemeinsam auf Indy ein, so dass man sich der Reihe nach um die Widersache kümmern kann.
 
Gameplay:
Kampf mit PalastwachenMit den insgesamt 10 Schauplätzen (u.a. Prag, Istanbul oder Hongkong) wechseln, neben der Grafik, natürlich auch die Gegner. In Istanbul trifft man auf Araber, in Hongkong auf Ninjas und in China auf Palastwachen und nebenbei immer wieder auf Nazis. In späteren Levels wie in der Kaisergruft oder dem Jenseits wird es dann etwas abgehobener und man darf auch mal Zombies oder herumgeisternde Skelette vermoppen. Ab und an versperren Zwischengegner den Weg, die nicht mit konventionellen Mitteln zu besiegen sind. In Ceylon wartet ein Monsterkrokodil auf Fresschen, in Prag bekämpft man ein Maschinenwesen mit Säure und im Kampf gegen einen Riesenkrake erweist sich Sprengstoff als nützlich. Verlorene Lebensenergie frischt Indy mit Medipacks, Heiltränken oder mit einem Schluck aus seiner wieder auffüllbaren Feldflasche auf.
Ist Indy mal nicht mit Prügeln beschäftigt, muss er in allerlei Hüpfeinlagen sein Können beweisen. Über Vorsrpünge, Seile, Käfige, Plattformen und Gerüste führt ein Großteil des Spiels, so dass man sich unweigerlich an Vorzeigeturnerin Lara Croft erinnert fühlt. Knifflig wird es, wenn noch Fallen mit in Spiel kommen, und davon gibt es reichlich. Manchmal kommen Messer aus der Wand, dann wieder Pfeile oder Feuerstöße, ein anderes Mal bricht der Boden unter Indys Füßen weg oder es drohen Blitzstöße bei Kontakt von Bodenplatten. Nur selten gibt es eine Knobeleinlage, die meistens in Form von Schalterrätseln daherkommt. So muss bei einer Uhr die richtige Zeigerkonstellation eingestellt werden, wobei Zeichnungen einen Hinweis auf die Lösung geben. Oder aber es gilt, eine bestimmte Melodie auf Glocken nachzuspielen - Senso lässt grüßen. Für Abwechslung sorgen diverse arcade-artige Schießeinlagen. Mit Hilfe von fest installierten MG-Nestern beharkt Indy sowohl Feinde als auch Flugzeuge, einmal sogar auf dem Dach einer fahrenden Seilbahn. Witzig, wenn auch wenig anspruchsvoll, ist die Fahrt auf einer Rikscha, bei der Indy allerlei motorisierte Verfolger mit der MG zum Aufgeben zwingt. Übrigens: Bei aller Schießerei und Klopperei wird kein Tropfen Blut vergossen. Erledigte Feinde lösen sich zudem in Luft auf.
 
Speicher-Frust & Grafik-Lust:
Im TempelAls ob Gegnerscharen und Fallen nicht schon genug wären, sorgt zudem das Speicher-System für (ungewollte) Adrenalin-Schübe, denn ein freies Speichern mitten im Spiel ist nicht möglich ist. Gespeichert wird automatisch zwischen zwei Levelabschnitten. Das mag der eine als Herausforderung sehen, doch meistens ist es nur noch frustrierend, wenn man kurz vor Levelende aufgrund einer Falle ins Gras beißt und den kompletten Level neu absolvieren muss. Zwar sind die Levels vom Ausmaß her noch überschaubar, doch noch nicht einmal ein Speicherpunktsystem sorgt für Nervenschonung beim Spieler. Erschwerend kommt noch die oftmals ungünstige Kameraperspektive hinzu, die ein Ableben Indys "erleichtert". Steht Indy nahe einer Wand, so findet die Kamera nicht den richtigen Winkel, um dem Spieler einen Überblick in Indys Blickrichtung zu gewähren.
Abgesehen von der hakeligen Kamera, kann die Grafik durchaus gefallen. Sowohl die Animationen der Gegner als auch des Hauptcharakters selbst sind (bis auf ein paar Ausnahmen) flüssig. Cool: Nach dem Schwimmen setzt Indy seinen Hut wieder auf; an Abgründen fängt er an zu kippeln, wenn er runterzufallen droht; und bei einer kleinen Ruhepause dehnt er seine Schultermuskeln. Auch die teils riesigen Höhlen- oder Gebäudekomplexe können beeindrucken. Ab und an wird die Story direkt in der 3D-Spielegrafik vorangetrieben, wobei selbst Gesichtsmimik erkennbar wird. Ein absolutes Highlight ist natürlich der Original-Soundtrack von John Williams, der situationsbezogen zum Einsatz kommt (z.B. beim Auffinden eines versteckten Artefaktes) und sofort zum Mitsummen einlädt. Für die deutsche Version konnte Wolfgang Pampel gewonnen werden, der Harrison Ford im Kino seine Stimme leiht. Einziges Sound-Abstrusum ist Indys ständige Schnauferei, die wohl seine physische Anstrengung zum Ausdruck bringen soll, nach kurzer Zeit aber nur noch nervt.
Details:
Hersteller:
Collective,
LucasArts

Website:
Indy Jones

Grafik:
sehr gut

Sound:
sehr gut

Spieltiefe:
gut

Wertung:
gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
Im JenseitsIndiana Jones und die Legende der Kaisergruft versprüht dank Original-Soundtrack sofort das Flair der Kinofilme - zudem wurde der virtuelle Indy dem "echten" 1:1 nachempfunden. Zwar wird es sicherlich einige Adventure-Freunde verschrecken, dass beim jüngsten Spiel das Hauptaugenmerk bei der Action liegt, doch die Umsetzung ist gelungen, die Schauplätze sind recht abwechslungsreich und es gibt immer wieder eine kurzweilige Arcade-Einlage. Außerdem schwebt die ganze Zeit die Frage im Raum, ob Charmebolzen Indy die schöne Mei Ying für sich gewinnen kann - die Antwort gibt's freilich erst am Ende. Leider wird das Action-Adventure-Glück durch das unseelige Speicher-System getrübt. Wenn man dann noch aufgrund der hakeligen Kamera ins Gras beißt, kommt unnötig Frust auf. Hier hätte LucasArts von der Konsolen-Taktik Abstand nehmen und eine freie Speicheroption einbauen sollen. Wer sich von derlei Designpatzern nicht abschrecken lässt und rund 30 Stunden gut unterhalten werden will, sollte einen Peitschenhieb riskieren - Indy-Jünger greifen ohnehin zu.
© 13.10.2003 by CE

 
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