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Jedi Knight 2 - Jedi Outcast
RebornAuch 25 Jahre nach Erscheinen des (chronologisch gesehen) ersten "Star Wars"-Films ist kein abflauendes Interesse am ewigen Kampf zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht spürbar. Im Gegenteil: Jüngst kam der nächste Film in die Kinos, und PC-Spieler können in Jedi Knight 2 - Jedi Outcast selbst das Laserschwert in die Hand nehmen. Held wider Willen ist, wie auch schon in Dark Forces und Jedi Knight, der ehemalige Jedi-Ritter Kyle Katarn, dessen Abenteuer diesmal aber nicht LucasArts selbst sondern von Raven Software (Soldier of Fortune, Star Trek Voyager: Elite Force) inszeniert wurden. Zwar musste sich Raven an die strengen Vorgaben des Star Wars-Imperiums halten, deren Einhaltung von Publisher LucasArts überwacht wurde, aber dennoch gelang der Spieleschmiede ein erstaunlich eigenständiges Spiel.
 
Grafik & Sound:
Force GripWenn es eine Engine gibt, die von Action-Spielen in letzter Zeit bevorzugt verwendet wird, ist es die mittlerweile schon leicht angestaubte Quake III-Engine, die von Raven aber kräftig überarbeitet wurde und einen Vergleich mit anderen Spielen nicht zu scheuen braucht. Einen entsprechend flotten PC vorausgesetzt, umschmeicheln realistische Schatten- und Lichteffekte sowie schöne Texturen das Auge. Die bekannten und teils gigantischen Orte wie Nar Shadaa oder die Wolkenstadt Bespin wurden mit einer Fülle an Details zu virtuellem Leben erweckt. Butterweich animierte Charaktere lassen insbesondere die Lichtschwert-Kämpfe zu einem optischen Genuss werden, die man per Voreinstellung aus der Tomb Raider-Perspektive verfolgt. Beim Schwingen zieht das Lichtschwert einen bläulichen Streifen hinter sich her und bei Kontakt mit Objekten oder anderen Lichtschwerten sprühen gleißende Funken. Zieht man den Lichtsäbel an einer Wand entlang, bleibt eine glühende Narbe zurück.
Ein Garant für unverwechselbare Star Wars-Atmosphäre bildet natürlich John Williams' epische Soundkulisse. Der bereits im typischen Intro einsetzende Original-Soundtrack zieht sich durch das ganze Spiel und wird je nach Situation variiert. Heulende Tie-Fighter, piepende R2-D2-Einheiten, das plastikartige Scheppern der Sturmtruppen-Rüstungen und das Surren der Lichtschwerter kommen ebenso glasklar rüber wie die gute Sprachausgabe (im Original wird Lando Calrissian auch von Billy Dee Williams gesprochen).
 
Story:
Lichtschwert-Action 1Die Story spielt gut 10 Jahre nach den Ereignissen des ersten Jedi Knight und der Vernichtung des dunklen Jedis Jerec im Tal der Jedi-Ritter. Kyle Katarn hat der Macht und dem Jedi-Dasein den Rücken zugewandt und mit der Vergangenheit abgeschlossen. Sowohl sein Lichtschwert als auch all seine Macht-Fähigkeiten sind ihm in der Zwischenzeit abhanden gekommen und so verdingt er sich als Söldner für die Republik. Mit seiner Freundin Jan Ors, bekannt aus dem Add-On Mysteries of the Sith, soll er zu Beginn des Spiels auf Geheiß von Mon Mothma den scheinbar unscheinbaren Planeten Kejim auskundschaften und stößt dabei unversehens auf Sturmtruppler. Seine Neugier ist geweckt, doch schon bald wandelt sich seine Neugier in ohnmächtige Wut, als er hilflos mitansehen muss, wie Jan vom Dunklen Jedi Desann und seiner Gehilfin Tavion scheinbar getötet wird. Ohne die Macht hat Kyle im Kampf mit Desann nichts zu melden, also beschließt er seine früheren Fertigkeiten im Tal der Jedis wiederzuerlangen, ohne zu ahnen, welchen dunklen Mächten er damit Tür und Tor öffnet...
 
Machtspielchen:
Lichtschwert-Action 2Doch bevor die dunkle Seite der Macht ihr Fett wegkriegt, muss Kyle wieder zu seiner alten Größe zurückfinden. Nachdem er Nar Shadaa hinter sich gelassen hat, stattet er Luke im Trainingscamp der Jedi-Akademie einen Besuch ab und absolviert in einer Art Macht-Tutorial kleinere Prüfungen, die ihn wieder mit dem Gebrauch der Macht vertraut machen. Am Ende dieses Abschnitts wartet dann auch die mächtigste Waffe des Spiels auf ihn - sein bläulich schimmerndes Lichtschwert. Allein wegen der spektakulären Schwertkämpfe sollte man Raven huldigen, denn gepaart mit den richtigen Machtsprüchen entwickeln sie eine ungeheure Faszination.
Im Gegensatz zum ersten Teil verteilt man diesmal nicht Punkte auf die einzelnen Sprüche sondern hat ein festes Repertoire, das mit jedem neuen Level erweitert oder verbessert wird. Dabei hat man Zugriff auf Sprüche der hellen (z.B. Heal) und dunklen Seite der Macht (z.B. Force Grip), ohne sich für eine Seite entscheiden zu müssen. Durch das gezielte Verbessern der Fertigkeiten können die Designer diesmal auch Situationen einsetzen, die den Einsatz bestimmter Sprüche erfordern (z.B. Force Push bei Schaltern). Jeder Spruch hat drei Ausbaustufen - in der ersten Stufe taugen sie nur bedingt und entfalten erst in der höchsten Stufe ihr volles Potenzial. So kann man sein Schwert in der dritten Stufe per Saber Throw gezielt auf Gegner loslassen, während er in der ersten Stufe nur geradeaus fliegt. Auch bei den Lichtschwert-Kombos hat man die Wahl zwischen drei Angriffsvarianten - von langsamen aber kraftvollen Schwüngen gegen harte Gegner bis hin zu schnellen aber weniger durchschlagenden Hieben gegen Feindeshorden reicht das Angebot.
 
Ein-Mann-Armee:
Der Imperial Heavy Repeater im EinsatzNeben dem Lichtsäbel darf man freilich noch eine Reihe konventionellerer Waffen in die Schlacht führen, so z.B. den imperialen Blaster, das Bryar Sturmgewehr, die runden Thermaldetonatoren, eine Impulswaffe oder eine Art Raketenwerfer. Allerdings lohnt sich der Gebrauch dieser Waffen nur bei sehr schweren Gegnern wie den AT-STs oder bei weit entfernten Feinden, die mit einem Wurf des Lichtschwertes nicht zu erreichen sind. Die Gegnerschar setzt sich dabei hauptsächlich aus imperialen Sturmtruppen, Offizieren, Wachrobotern oder aus den Filmen bekannten Alien-Rassen zusammen. Das Salz in der Jedi 2-Suppe sind aber die Kämpfe gegen die ebenfalls Lichtschwert bewehrten Reborn und Shadowtrooper, die einem den ein oderen Machtspruch um die Ohren hauen. Letztere verfügen gar über eine gewisse Resistenz gegenüber Lichtschwertern. An manchen Stellen im Spiel erhält man aber Unterstützung von befreundeten Einheiten der Republik oder aber von Luke und Lando höchstpersönlich.
Auf dem Weg zum finalen Kampf gegen Desann müssen nicht nur Scharmützel gegen allerlei Feinde bestanden werden, auch diverse Hüpfeinlagen entlang schmaler Vorsprünge oder durch riesige Hallen machen dem Jedi das Leben schwer. Kleinere Rätseleinlagen beschränken sich meist auf das Aktivieren der richtigen Schalter oder auf das Finden der richtigen Schlüssel. An einer Stelle im Spiel darf man auch eine R2-D2-Einheit befehligen, um verschlossene Passagen zu öffnen. Feindliche Geschütztürme können gelegentlich auch für eigene Zwecke eingesetzt werden, und mit einem imperialen AT-ST stapft man wild feuernd durch die feindlichen Reihen.
Details:
Hersteller:
Raven, LucasArts

Webseite:
Jedi Knight 2,
Demo-Version

Genre:
Action

Grafik:
sehr gut

Sound:
sehr gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
Lichtschwert-Action 3Nach vielen mittelmäßigen Star-Wars-Umsetzungen gelang Raven Software mit Jedi Knight 2 das wohl bislang beste Spiel in einer Galaxie weit, weit entfernt. Fast alle Bereiche des Titels erscheinen sorgfältig durchdacht, wenn auch manch frustrierende Trial-and-Error-Situation, die nicht immer ganz so logischen Rätsel oder die Jump'n'Run-Sequenzen für Verärgerung sorgen dürften. Die Hardware-Anforderungen sind ebenfalls nicht ganz von Pappe - um das Spiel in voller Pracht genießen zu können, muss schon ein GHz unter der Haube stecken. Und trotz linearem Level-Design vermieden es die Designer nicht, ellenlange Wege von Punkt A zu Punkt B einzubauen. Das alles kann einen echten Jedi jedoch nicht schrecken, der dank toller Grafik und epischem Sound mit einer Star-Wars-Atmosphäre par excellence verwöhnt wird.
Zugegebenermaßen sind es die motivierenden Lichtschwert-Kämpfe, an denen man sich nicht satt sehen und spielen kann, so dass man auf andere Waffen fast gar nicht zugreifen möchte. Auch das Kombinieren mehrerer Macht-Sprüche ist spannend - der Phantasie des Spielers sind (kaum) Grenzen gesetzt. Und welcher ambitionierte Jedi wollte nicht schon mal an Luke Skywalkers Seite den Säbel schwingen? Hat man einmal die 23 Single-Player-Missionen geschafft, wartet noch der Multiplayer-Modus mit weiteren Karten, diversen Spiel-Modi und Macht-Sprüchen auf, die nur im Mulitplayer zur Verfügung stehen. Über das Internet werden täglich neue Mods und Skins angeboten, darunter z.B. der Darth Vader-Charakter, den man im Mulitplayer als Alter Ego verwenden kann. Der Kampf zwischen der hellen und dunklen Seite der Macht wird also weitergehen, doch seien wir mal ehrlich - anders wollten wir es auch gar nicht haben.
© 30.05.2002 by CE

 
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