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Max Payne
Max PayneMax Payne hat im gleichnamigen Action-Spiel der finnischen Entwickler von Remedy Entertainment nichts zu verlieren und noch weniger zu lachen - im Gegensatz zum Spieler, der mit diesem fabulös inszenierten Spiel mit "Matrix"-Anleihen eigentlich nur gewinnen kann. Denn Max ist der vielleicht coolste - und wahrscheinlich auch bedauernswerteste - Anti-Held der Spielegeschichte. Anders als der Duke oder Gordon Freeman (Half-Life) kämpft Max nicht gegen eine Horde von absonderlichen Außerirdischen sondern gegen Mafia-Gangster übelster Sorte. Und das nicht, weil er ihren kriminellen Machenschaften das Handwerk legen möchte (obwohl es im Endeffekt aufs gleiche rauskommt), nein, Max Payne hat nur eins im Sinn - Rache.
 
Everything ripped apart in a New York minute:
Roscoe Street StationDas Intro von Max Payne beginnt dort, wo andere Spiele aufhören. Inmitten eines Schneesturms steht der kampfesmüde Max auf dem Dach eines Wolkenkratzers, die Waffe in der Hand, und lässt das von ihm verursachte Chaos hinter sich zurück. Schnitt - drei Jahre zuvor. Eines Abends kommt der New Yorker Cop Max Payne nach Hause und findet ein Albtraum-Szenario vor. Seine Familie wurde sinnlos von drogensüchtigen Junkies ermordet, Max kommt zu spät. Die Mörder hatten sich die bis dato unbekannte synthetische Droge "Valkyr" gespritzt, eine Droge, die sich nun auch in ganz New York City auszubreiten scheint. Max begibt sich auf einen Rachefeldzug gegen die New Yorker Mafia, die Drahtzieher hinter "Valkyr". Doch bald gerät Max zwischen die Fronten als sein Boss und bester Freund von der DEA getötet und ihm der Mord angehängt wird. Im Kampf gegen Mafia und Polizei verwischen bald die Grenzen zwischen "Gut" und "Böse"...
 
Slow-motion to the Max:
New York CityNatürlich liegt es nun in den Händen des Spielers, in bislang unerreichter Action-Manier den Drogenbossen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Denn Kernstück und Hauptinnovation von Max Payne ist der "Matrix"-inspirierte "Bullet-Time"-Modus. Auf Knopfdruck kann der Spieler dabei die Zeit für acht Sekunden verlangsamen und in Slow-Motion seine Widersacher ins Visier nehmen. Das sieht nicht nur extrem cool aus, zumal man die Flugbahn jeder Kugel genau sehen kann, es hat auch den Vorteil, schneller reagieren zu können als der Gegner. Denn während alles um einen herum langsamer wird, kann man Max' Waffen in gewohnter Geschwindigkeit lenken. Mit etwas Übung erlaubt die Slo-Mo auch ein geschicktes Ausweichen feindlicher Kugeln per Seitwärts-Rolle. Gerade in späteren Spielabschnitten, in denen die Gegner Max fast immer treffen, wird die Bullet-Time zum Überlebenswerkzeug. Durch Ausschalten von Gegnern kann man den Zeitvorrat außerdem wieder auffüllen.
Hinweis:
Da Max Payne von der BPjS hierzulande indiziert wurde, wird es eine gekürzte deutsche Fassung geben. Was darin genau verändert wird, steht zur Zeit noch nicht fest. Infos zur dt. Version bei Take 2.
Rumble in the Bronx:
Sniper RifleOhne eine leistungsstarke Grafik-Engine würde der Bullet-Time-Effekt allerdings wie heiße Luft verpuffen. Anhand von Lichteffekten und digitalisierten Texturen lässt Remedy ein äußerst real wirkendes New York lebendig werden. Jedoch geht es nur selten farbenfroh zu - größtenteils spielt Max Payne in dunklen Hinterhöfen, zugigen U-Bahn-Stationen, heruntegerkommenen Lagerhäusern und schmuddeligen Bars. Doch die Entwickler achteten auf allerlei Details, die viel zum Mittendrin-Gefühl beitragen: Schneefall (New York erlebt den schlimmsten Schneesturm seit Jahren), Spuren im Schnee, funktionierende Cola-Automaten, Toiletten oder Wasserspender sowie bei Beschuss zersplitternde Wandfliesen. Auch die Soundkulisse (z.B. Sirenengeheul im Hintergrund) und Max' markige Stimme (der auch schon mal aus dem Off kommentiert) passen hervorragend. Während des Spiels sieht man Max in der Tomb Raider-Perspektive, bei wichtigen Ereignissen gibt es Zwischensequenzen in der 3D-Grafik oder aber in Form von Comic-artigen, verfremdeten Bildern. Und wer erst mal das Sniper-Rifle gefunden hat, darf sich über rasante Kamerafahrten aus dem Blickwinkel der Kugel freuen.
Apropos Waffen - um der zahlreichen Gegener-Schar Herr zu werden, greift Max auf Handfeuerwaffen wie Doppel-Beretta, abgesägte Schrotflinten, Schnellfeuergewehr oder gar Handgranaten zurück. Natürlich verfügen auch die Mafia und die Einheiten der Polizei über das gleiche Arsenal, weshalb Max' Gesundheit desöfteren mit Schmerzmitteln wieder aufgebessert werden muss. Zweimal muss er sich nach dem Verlust aller Waffen mit dem Baseball-Schläger zur Wehr setzen - gegen die bewaffneten Gegner keine leichte Aufgabe, denn Schutzkleidung gibt es nicht.
Details:
Hersteller:
Remedy

Webseite:
Max Payne,
Demo-Version

Genre:
Action

Grafik:
sehr gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
Bullet-TimeZugegeben, Max Payne ist nicht perfekt. Die beiden Albtraum-Levels, in denen Max die traumatischen Ereignisse nochmal durchlebt, sind nett erdacht aber nicht allzu prickelnd umgesetzt worden. Aufgrund ihrer linearen Struktur sind die meisten Levels schnell durchquert, Rätsel versperren nur selten den Weg. Da nützen auch drei Schwierigkeitsgrade nichts, die sich jeweils nach Meistern der vorigen Stufe freischalten lassen. Abwechslungsreiche Einlagen wie das Steuern eines Fahrzeuges fehlen völlig. Gleiches gilt übrigens auch für den Mulitplayer-Modus, auf den gänzlich verzichtet wurde.
Und dennoch macht Max Payne einen Riesenspaß. Das liegt hauptsächlich an der Film-Noir-Story und natürlich an der gnadenlos gut umgesetzten Action. Am Bullet-Time-Modus kann man sich auch nach dem 100. Mal nicht satt sehen. Auch die glaubwürdige Spielwelt mit all ihren Details sorgt für unvergleichliche Atmosphäre. Glücklicherweise verzichtete Remedy auf übertriebene Gewaltdarstellungen á la Soldier of Fortune. Dennoch reichte die vom Rachefeldzug inspirierte Story aus, um das Spiel in Deutschland zu indizieren; eine deutsche Version ist aber in Plaung (s. Kasten). Doch das konnte den kommerziellen Erfolg, die Anerkennung seitens Presse und Spielern sowie die Verleihung des "BAFTA Interactive Entertainment Award" zum besten PC-Spiel des Jahres 2001 nicht verhindern. Fortan wird neben Half-Life, Unreal und No One Lives Forever auch Max Payne als Action-Referenz seine Berechtigung haben.
© 03.11.2001 by CE

 
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