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No One Lives Forever
Archer, Cate ArcherDas Spiel mag nicht mehr taufrisch sein und ist auch schon seit Anfang des Jahres zu haben, das macht es aber keinen Deut schlechter. Im Gegenteil, Cate Archer hat bislang nichts von ihrem Charme verloren. Denn auch wenn sie nicht 007 heißt, ist sie dafür genauso cool, genauso charmant und genauso gerissen wie James Bond - wenn nicht sogar besser. Ein Name also, den man sich merken sollte, denn was die gute Cate im neuen Action-Shooter von Monolith vom Stapel lässt, sucht derzeit im 3D-Action-Genre seinesgleichen. Und obwohl sich das Spiel bedauerlicherweise mehr schlecht als recht verkauft hat, will Entwickler Monolith No One Lives Forever 2 rausbringen. Aber der Reihe nach...
 
Grafik:
MarokkoAuch wenn die Grafik keine neuen Maßstäbe setzen kann, überzeugt sie doch mit Liebe zum Detail. Schöne Texturen, Lichteffekte und geschmeidig animierte Gegner sind dafür schon mit 500 MHz flüssig zu genießen. Physikalische Korrektheit sorgt für eine glaubwürdige Spielwelt - so rollen Objekte Abhänge hinunter und Gegner stürzen schon mal Western-like vom Balkon. Besonderen Wert haben die Entwickler auf cool in Szene gesetzte Zwischensequenzen direkt in der 3D-Engine gelegt - die filmreif agierenden Akteure gepaart mit den professionell wirkenden Sprechern (zumindest in der englischen Version) bringen das 70er-Jahre Agenten-Flair gekonnt rüber.
 
Agenten sterben einsam:
Berlin bei NachtCate Archer ist dabei alles andere als eine klassische Agentin - immerhin sorgt die Tatsache, dass sie eine Frau ist, bei ihren konservativen Vorgesetzten erstmal für Unbehagen. Allerdings bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf Cates Können zu vertrauen: Nachdem mehrere Agenten des britischen Geheimdienstes Opfer von Anschlägen geworden sind, ist das Agenten-Personal knapp geworden. Die mysteriöse Organisation H.A.R.M. sowie eine dralle Opernsängerin, ein raubeiniger Schotte und ein skrupelloser Russe scheinen in den Fall verwickelt zu sein. Es liegt nun an Cate, in bester Agenten-Manier Informationen über die Morde und deren mögliche Täter herauszufinden. Dass das kein Kinderspiel ist, wird der Spieler noch früh genug erfahren...
 
Mission: Impossible!
Code-DechiffriererWas No One Lives Forever aber so außergewöhnlich macht, sind die spannenden und innovativen Missionen sowie die abgefahrenen Agenten-Werkzeuge. Vor jedem Auftrag wird man in einem Trainingsparcours, ähnlich wie bei James Bond, mit den Neuentwicklungen der Forscher vertraut gemacht. Ist es anfangs eine Haarspange, mit der man Schlösser öffnen sowie Gegner vergiften kann, kommen im Laufe des Spiels u.a. eine Sonnenbrille mit integriertem Fotoapparat, Betäubungs-Parfüm-Flakon, Lippenstift-Bomben oder ein elekronischer Pudel hinzu, der Wachhunde ablenken kann. Natürlich haben die Designer Situationen eingebaut, in denen man diese Ausrüstung auch einsetzen muss.
Aber auch "richtige" Waffen kommen ausgiebig zum Einsatz. So z.B. gleich in der ersten Mission, in der man einen amerikansichen Diplomaten mit dem Scharfschützen-Gewehr gegen anrückende Killer verteidigen muss. Doch Cate ist nicht der Duke - wildes Rumballern führt nur selten zum Ziel. Im Gegenteil, in vielen Levels gilt es, sich unauffällig zu verhalten und den Überwachungskameras aus dem Weg zu gehen. Der Schalldämpfer (oder später die Armbrust!) ist daher ein unverzichtbares Werkzeug. Außerdem muss man die Gegner schnell und unerkannt ausschalten, wobei die getroffene Körperzone berücksichtigt wird. Fällt der Gegner schreiend zu Boden, rückt Verstärkung heran. Getötete Unholde sollte man mit dem passenden Vaporisierungs-Spray in Luft auflösen.
Details:
Hersteller:
Monolith

Webseite:
NOLF,
Demo-Version

Genre:
Action

Grafik:
gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
Die Villa des BaronsEinmal James Bond sein - wer wollte das nicht? Ob beim Sammeln von geheimen Akten, an Schauplätzen wie Ost-Berlin, Marokko, an Bord eines Flugzeugs mit spektakulärem Sprung aus selbigem, auf Tauchgang in einem Frachter, in riesigen Lagerhallen oder in winkligen Gassen - das Agentenleben wurde noch nie so genial und atmosphärisch in Szene gesetzt wie in No One Lives Forever. Die Story ist motivierend und wartet mit Überraschungen auf. Und das Wichtigste - nicht sinnloses Ballern wird honoriert sondern taktisches Vorgehen mit dezentem Waffeneinsatz. Und die abgefahrenen Agenten-Paraphernalien sind eine Klasse für sich.
Ich habe eigentlich kaum einen Grund gefunden, No One Lives Forever nicht zu spielen. Es ist kein ausgewachsenes Ballerspiel im herkömmlichen Sinne, und manchmal führt nur Trial & Error zum Erfolg. Auch die Rätsel sind nicht übermäßig knifflig, viel schwieriger ist da schon, sich leise durch die Levels zu schleichen. Aber insgesamt sind das eher Nickeligkeiten, die den Spielspaß nicht trüben können. Für mich ist Monoliths Action-Taktik-Shooter das beste Single-Player-Spiel seit Half-Life, wobei auch Multiplayer-Freunde nicht zu kurz kommen. Da mit Sicherheit der erste Teil bald als Budget-Version erscheint, dürfte das Warten auf den mit Spannung erwarteten zweiten Teil nicht schwerfallen.
© 02.06.2001 by CE

 
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