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Nox
NoxNachdem sich der Release von Diablo 2 immer wieder verschiebt (voraussichtlich 3. Quartal 2000), verlangt es den Fans von Action-Rollenspielen nach einer Aufgabe. Das Suchen hat vorerst ein Ende, denn mit Nox liefert Westwood ein Spiel ganz in der Tradition des Klassikers ab. Nichtsdestotrotz bietet Nox genug Neues, um sich nicht den Vorwurf des Abkupferns gefallen lassen zu müssen. Das ist besonders erfreulich, da Nox das erste Spiel Westwoods aus diesem Genre ist (die Beholder- und Lore-Spiele waren alle Rollenspiele).
 
Grafik:
KriegerDie grafische Besonderheit von Nox springt einem schon nach den ersten paar Schritten ins Auge: sich bewegende Schatten. Damit wird der aktuelle Sichtradius des Spielers dargestellt, der sich folglich in Abhängigkeit seiner Position fortlaufend ändert. So verdecken z.B. Säulen oder verschlossene Türen die Sicht auf dahinterliegende Bereiche. Schreitet man nun durch eine Tür, weichen vor einem die Schatten auseinander und hinter der zufallenden Tür wird es dunkel. Ein spaßiger Effekt, nur zumeist spielerisch völlig nutzlos (bis auf Fenster) und für die Augen anstrengend. Dafür kann die sonstige Grafik des Spiels überzeugen, denn viele kleine, meist schön animierte Details wie Fackeln und Wasseroberflächen hauchen der Welt von Nox Leben ein. Auch die dynamischen Lichteffekte bei den Zaubersprüchen sorgen für stimmiges Rollenspielflair. Die Auflösung ist in drei Stufen verstellbar, doch auf 1024 x 768 gleicht die Spielwelt eher einem Ameisenhaufen.
 
Story:
BeschwörerDie Story ist schnell erzählt und recht unspektakulär. Die böse Hexe Hecubah will sich die Welt von Nox unter den Nagel reissen und benötigt dazu den Stab der Vergessenheit, die mächtigste Waffe im Fantasyreich. Da er aber in 3 Teile zerbrochen wurde, die unpraktischerweise auch nicht am gleichen Platz liegen, schickt sie ihre ebenso üblen Untertanen, die Nekromanten, aus, damit diese den Stab für sie zusammensuchen. Bei einem ihrer Beschwörungsrituale wird versehentlich unser unbescholtener Held Jack vom heimischen Fernseher nach Nox teleportiert, wo er auf dem Luftschiff des Captains landet, der den seltsamen Burschen fortan mit der Rettung seiner Heimat betraut.
 
Charakterwahl:
MagierDie Wahl des Charakters (Krieger, Beschwörer, Magier) bestimmt nun den weiteren Verlauf des Spiels. Auch wenn die Grundhandlung bei allen drei Klassen gleich bleibt, ändern sich jedoch die ersten 3 der insgesamt 11 Kapitel sowie einige Aufgabenstellungen. Und natürlich verfügt der Krieger über ganz andere Fähigkeiten als die andern beiden und umgekehrt.
Der Krieger beginnt in der Stadt Dun Mir und ist der einzige, der schwere Rüstungen, Waffen und Schilde verwenden darf, mit denen er Fernwaffen abwehren kann. Mit jeder neuen Erfahrungsstufe erhält er zudem eine Spezialfähigkeit (z.B. Berserkerattacke), um das Manko auszugleichen, dass er weder von Magie noch von Bögen Gebrauch machen kann.
Der Beschwörer startet in Ix und kann exklusiv Kreaturen seinem Willen unterwerfen oder später sogar welche erschaffen, die für ihn kämpfen. Er kann zwar mit Bögen umgehen, ist aber auf Lederrüstungen beschränkt. Seine Magiefähigkeiten helfen ihm in brenzligen Lagen aber meist aus der Patsche.
Der Magier ist in Galavah beheimatet und verfügt über alle möglichen Arten von Angriffs- und Schutzzaubern. Seine Ausrüstung besteht meist aus Magierstäben und -kleidung. Krieger und Magier hegen übrigens keine freundschaftlichen Gefühle füreinander.
Um verbrauchte Zauberenergie wieder aufzutanken, stellt man sich neben eine der bläulichen Manasäulen, die sich nach Gebrauch wieder aufladen müssen. Jeder der ca. 40 schön animierten Sprüche kann bis zu 3 mal verbessert werden.
Details:
Hersteller:
Westwood

Webseite:
Nox

Genre:
Action-Adv.

Grafik:
sehr gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
gut

Wertung:
gut

Mehr unter:
Cheats
Pro & Contra:
HecubahÄhnlich wie Diablo zieht Nox sofort in seinen Bann. Ohne langes Studium des Handbuches stürzt man sich gleich ins Geschehen und hat die ersten Kapitel im Handumdrehen absolviert. Das Problem ist, dass sich daran auch im weiteren Spielverlauf nicht viel ändert. Die Story könnte linearer nicht sein und zusätzliche Subquests sind Mangelware. Die verschiedenen Charaktere sorgen für Abwechslung, aber die meisten Kapitel muss man so doppelt und dreifach durchspielen. Bis auf das Intro und Extro gibt es keine gerenderten Cutscenes, sondern nur vorglesene Kapitelbeschreibungen. Und ein einziger Multiplayer-Modus(Deathmatch) ist auch nicht unbedingt als üppig zu bezeichnen.
Trotz allem macht das unkomplizierte Spiel Spass, u.a. weil Nox' schöne Grafik und Atmosphäre nicht so düster daherkommt wie die von Diablo. Auch sonst wurde an viele nette Details gedacht: so gibt es eine einblendbare Mini-Map, eine Leiste am unteren Bildschirmrand, mit der man schnell auf Zaubersprüche zugreifen kann, und eine veränderte Ausrüstung ist sofort am Charakter sichtbar. Alles in allem ist Nox seinem grossen Vorbild ebenbürtig, zumindest was den Solo-Modus angeht. Im Multiplayer-Sektor hat Diablo, trotz seines Alters, immer noch die Nase vorn. Wer sich also die Wartezeit auf Diablo II verkürzen möchte, sollte mal einen Abstecher nach Nox unternhmen.
© 2000 by CE

 
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