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Review zu:
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Rune
Verschneite HöhleDas Erstlingswerk der Human Head Studios entführt uns in ein von Computerspielen bislang selten bemühtes Szenario - das Reich der Wikinger und deren mächtiger Götter. Auch wenn man jetzt meinen könnte, solch ein Thema bedürfe eines textlastigen Grafikadventures, sieht sich schon nach kurzer Zeit (positiv) getäuscht: Die Human Head Studios setzen auf dramatische Schwertkämpfe, sich streitende Gottheiten und viel nordische Atmosphäre. Das ist der Ausgangspunkt für eine der besten und motivierendsten Schwertkloppereien seit Drakan. Also, Schwert und Schild gegürtet und auf in den Kampf.
 
Grafik:
Zugeschneiter GangDie Grafik basiert auf der Unreal-Engine und lässt deren bekannte Stärken spielen. Egal ob schummrige Gewölbe, verschneite Bergpässe, mächtige mittelalterliche Festungen oder nordische Tempelanlagen - die Lokalitäten wurden detailreich und atmosphärisch umgesetzt. Details wie Schneefall, Spuren im Schnee, bei Berührung raschelnde Büsche, korrekter Schattenwurf und Lichteffekte hauchen der Welt von Rune Leben ein. Dabei reicht ein Pentium mit 450 MHz aus, damit das Spiel bei einer Auflösung von 800 x 600 ruckelfrei läuft. Auch die illustre Gegenerschar und Protagonist Ragnar wurden gut animiert, wenn auch nicht so geschmeidig wie z.B. Lara Croft. Das Spielgeschehen selbst sieht man aus der Tomb Raider-Perspektive, so dass man von hinten auf Ragnar's Aktionen blickt. Da die Zwischensequenzen ebenfalls in der Spielgrafik gehalten wurden, fügen sie sich nahtlos ins Spiel ein.
 
Story & Spielwelt:
Gefangener YetiDie Story selbst ist schnell erzählt: der üble Gott Loki will sich aus der Verbannung befreien und will deshalb Göttervater Odins Runensteine zerstören. Um die Götterdämmerung aber zu durchkreuzen, zieht Held Ragnar los, um es mit Loki aufzunehmen. Odin steht ihm dabei ab und an mit ein paar Ratschlägen zur Seite.
Nachdem er sich in seinem Heimatdorf ausgerüstet hat, zieht Ragnar per Schiff ins Abenteuer. Allerdings erleidet er Schiffbruch und wird in die Unterwelt gezogen. Somit schwimmt und springt er zunächst durch düstere Höhlen und muss sich dabei Käfern und Schlingpflanzen erwehren. Danach geht es durch das Reich der Totengöttin Hel, in deren rötliches Licht getauchte Anlagen man sich allerlei Untoten und Goblins stellen muss. In der verschneiten Bergwelt stattet man einer Festungsanlage einen Besuch ab und schlägt sich mit echten Wikingern. Auch in Lokis Tempel geht es heiß her, von wo aus man über mit Yetis bevölkerten Bergpässe schließlich noch in das Reich der kampfeslustigen Zwerge gelangt.
 
Schwertergerassel:
Schwer bewaffnetDamit einem nicht schon bei den Käfern das Zeitliche segnet, kann Ragnar auf eine breite Palette an Kriegswerkzeug zurückgreifen. Anfangs findet man nur Einhandwaffen und leichte Schilde wie Kurzschwert, Axt, diverse Knüppel sowie Holzschilde. Im Laufe der Zeit werden die Waffen und Schilde stärker, wie z.B. römisches Schwert, Wikinger Breitschwert oder der Metallschild. Die mächtigen Zweihandwaffen - eine doppelklingige Axt, Vorschlaghammer der Zwerge - gibt's erst gegen Ende des Spiels und richten dementsprechend Schaden an. Analog dazu werden auch die Feinde stärker und verlangen andere Taktiken. Hels Untoten muss beispielsweise der Kopf abgeschlagen werden, die Wikinger machen von ihren Schilden Gebrauch und die Zwerge schmeißen auch schon mal eine Axt nach Ragnar. Leider kennt Ragnar bis auf die Sprungattacke und den Schildblock keine Schwertkombos, weswegen meist nur blindes Draufkloppen zum Erfolg führt. Tötet er in kurzer Zeit mehrere Gegner, verfällt Ragnar in einen Blutrausch, während dessen er wie ein Beserker alles klein haut. Außerdem kann er seine Waffen werfen, wobei sie u.U. auch mal Hopps gehen. Nachschub gibt's aber zur Genüge. Übrigens sind alle Waffen unzerstörbar, nur die Schilde zerbröseln unter heftigem Gekloppe.
Neben konventionellen Waffen kann Ragnar auch auf die Macht von Runen zurückgreifen. Gelbe Runensteine erhöhen seine Runenenergie, mittels der er, je nach Waffe, einen stärkeren Schild beschwören kann, sich ein Flammenschwert erschafft oder Vampir-like Lebensenergie der Gegner aufsaugen kann. Rote Runen versetzen ihn sofort in einen Blutrausch, grüne erhöhen permanent seine Lebensenergie und blaue seine Runenenergie. Lebensenergie frischt Ragnar mit Früchten, Fleisch, Met oder Echsen (!) wieder auf. Ein gezielter Wurf holt die Echsen auch von der Decke oder von Wänden.
Details:
Hersteller:
Human Head

Webseite:
Runegame,
Demo-Version

Genre:
Action-Adv.

Grafik:
sehr gut

Sound:
gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Pro & Contra:
KampfszeneRune macht einen sprichwörtlichen Mordsspaß. Zugegeben, das Spiel ist sicherlich nicht jedermanns Sache - abgetrennte Köpfe, Gliedmaßen und auch sonst viel spritzendes Blut machen Rune nicht gerade zu einem geeigneten Spiel für Kinder. Auch die Tatsache, dass das Spiel recht linear aufgebaut ist und nur mit gelgentlichen Schalter- und Hüpfrätsel aufwartet, könnte man als negativ ankreiden. Zudem gibt es keine Erfahrungspunkte, keine Schwertkombos und Ragnars zweimaliger Kleiderwechsel ist rein kosmetischer Natur.
Doch selten war eine Schwertklopperei motivierender. Bessere Ausrüstung, clever werdende Gegner, waghalsige Springmanöver über Felsklippen und an Seilen sowie atmosphärische Orte wie die verschneite Bergfestung heben Rune hervor. Die Designer haben sich zudem Mühe gegeben, das Spiel mit immer neuen Überraschungen zu würzen. Mal wird Ragnar gefangen genommen, das Eis bricht unter seinen Füßen weg, ein Steinschlag versperrt den Weg, oder er muss sich auf Luftströmen von einer Plattform zur nächsten tragen lassen. Highlight sind natürlich die Adrenalin treibenden Schwertkämpfe, die immer fordernder werden, sowie der taktisch geschickte Einsatz der Runenmagie. Bei Odin, ich für meinen Teil werde jetzt mal wieder mit den Nordmännern in den Kampf ziehen.
© 02.01.2001 by CE

 
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