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Review zu:
Splinter Cell
  Die Basis für PC-Spiele  





 
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Tom Clancy's Splinter Cell
Über den Dächern GeorgiensSeitdem das Mittelalter-Actionspiel Dark Project (1998) erstmals auf leisen Sohlen daherkam, ist die Spielewelt dem Schleichen verfallen. Wutschnaubend mit der Gatlin-Gun durch die Vordertür zu poltern á la Serious Sam muss nicht sein, wenn man auch viel subtiler und im Schutz der Dunkelheit den Gegner meucheln kann. Splinter Cell führt das Schleich-Genre in ein neues Zeitalter und legt die Messlatte für kommende Titel gleich einen ganzen Tacken höher. Wie Telepolis kürzlich meinte, verströme das Spiel eine "Erotik des Anschleichens" - wenn das stimmt, so ist Splinter Cell Erotik pur...
 
Der Hintergrund:
Im VerteidigungsministeriumIm Jahre 2004 bekommt der Weltfrieden erneut kalte Füße - der georgische Staatspräsident Kombayn Nikoladze will vor allem den USA zeigen, wo der Hammer hängt und bastelt heimlich an einer mysteriösen Wunderwaffe namens "The Ark". Um solche oder ähnliche Bedrohungen für die nationale Sicherheit abzuwenden, hat die amerikanische National Security Agency (NSA) die neue Geheimorganisation "Third Echelon" ins Leben gerufen. Diese schickt einzelne, hochgerüstete Spione, sog. "Splinter Cells", los, um dem Treiben heimlich ein Ende und den Feinden eine böse Überraschung zu bereiten. Sam Fisher ist so eine Splitterzelle: cool, athletisch, mit einer Stimme wie ein Reibeisen und absolut tödlich.
 
Der Auftrag:
Auf der ÖlplattformUm Nikoladze das Handwerk zu legen, begibt sich Sam in 10 Missionen inkl. Tutorial auf die Suche nach Beweisen für die dunklen Machenschaften des georgischen Präsidenten. Per Funk erhält Sam Anweisungen von seinem Vorgesetzten Lambert, manchmal auch mitten in einem Auftrag, wenn sich die Missionsziele geändert haben. Die meisten Aufträge befassen sich denn auch mit der Beschaffung von Informationen, wozu Sam sich desöfteren in fremde Computersysteme hackt. Agentin Grimsdottir wertet die Daten aus, die Sam aus Computern holt und Agent Wilkes holt Sam nach erledigter Arbeit vom Einsatzort ab. Sams Weg beginnt im Polizeipräsidum und Verteidigungsministerium Georgiens und führt ihn über die CIA-Zentrale und eine Internet-Firma in die chinesische Botschaft. Der Showdown findet schließlich im Präsidentenpalast von Georgien statt. Gerenderte Zwischensequenzen im CNN-ähnlichen Nachrichten-Format klären über den Story-Fortschritt auf, seltener sind Sequenzen, die Sam zwischen den Einsätzen zeigen.
 
Das Training:
CIA HauptquartierSam hat ein beeidruckendes Bewegungsrepertoire auf dem Kasten, das erst mal beherrscht werden will. Neben laufen, ducken, springen und klettern, kann er sich u.a. an Stangen oder Vorsprüngen entlanghangeln, sich von Dächern abseilen oder per akrobatischem Split Jump sich zwischen zwei Wände stemmen. Damit Sam seinen Hauptverbündeten, die Dunkelheit, optimal ausnutzen kann, verfügt sein schwarzer Tarnanzug über Lichtsensoren, die ihm die Helligkeit anzeigen. Im Dunkeln können ihn Feinde nicht sehen, andersherum kann Sam auf einen Restlichtverstärker und einen Hitzesensor zurückgreifen. Im geduckten Zustand und je nach Untergrund, kann Sam sich unbemerkt an Feinde heranschleichen und sie in den Schwitzkasten nehmen. So kann er Gegner ohne Waffengewalt niederstrecken; manchmal lassen sich so auch wertvolle Infos herauskitzeln oder er zwingt jemanden, für ihn einen Retina-Scan durchzuführen. Kleiner Nachteil bei der Sache ist, dass die Steuerung nicht allzu intuitiv ausgefallen ist, da es einen Button zum "Aktivieren" und einen zum "Benutzen" gibt, was schon mal zu Verwirrung führen kann. Auch der Waffenwechsel erfolgt über ein Menü; ein Hotkey wäre da komfortabler gewesen.
 
Die Gadgets:
RückzugApropos Waffen: Natürlich kann Agent Fisher auch auf seine schallgedämpfte Pistole und ein Multifunktionsgewehr zurückgreifen. Letzteres verfügt über einen Scharfschützen-Modus und kann verschiedene Arten von Munition laden, mit denen sich Wachen z.B. betäuben lassen. Das ist dann nützlich, wenn Sam keinen Gegner töten darf wie beispielsweise im CIA-Hauptquartier - ansonsten ist die Mission gescheitert. Mit dem Dietrich öffnet Sam verschlossene Türen und mit einer Stabkamera kann er unter Türen hindurch das Treiben im nächsten Raum auskundschaften. In den action-betonteren späteren Levels kann Sam auch noch Wandminen oder Splittergranaten einsetzen. Ausgeschaltete Feinde sollte er aber stets in dunkle Ecken oder Räume tragen, denn Wachen reagieren allergisch, wenn sie über am Boden liegende Kollegen stolpern. Sind die Wachen in den ersten Levels noch recht leicht zu überlisten, nehmen sie stetig an Intelligenz und Anzahl zu. Besonders übel wird's, wenn Hunde mit ins Spiel kommen, die Sams Fährte aufnehmen können und so die Aufmerksamkeit ihrer Begleiter erregen. Fliegt Sams Tarnung erst mal auf, rufen die Gegner schnell Hilfe herbei oder lösen den Alarm aus.
 
Die Präsentation:
Chinesische Botschaft 1Grafisch ist Splinter Cell ein wahrer Hingucker. Sams butterweiche Animationen lassen Genre-Kollegen blass aussehen, und die Licht- und Schatteneffekte wurden sensationell umgesetzt. In der gleißenden Abendsonne fällt Sams Schatten realistisch auf Wände, und wenn er hinter einer löchrigen Wand herläuft, brechen sich die Lichtpunkte auf seinem schwarzen Tarnanzug. Cool: Vorhänge verformen sich bei Berührung detailgetreu. Der Restlichtverstärker taucht die Welt in ein leicht grobkörniges grünes Licht und der Hitzesensor lässt rote Wärmequellen aus der blauen Umgebung hervorstechen. Solche Grafikpracht hat ihren Preis: Besitzer von 3D-Karten mit 32 MB RAM dürfen das Spiel nur auf der niedrigsten Auflösung von 640 x 480 spielen, erst mehr RAM ermöglicht höhere Auflösungen. Zum Trost sei gesagt, dass das Spiel selbst bei der niedrigen Auflösung sehr gut aussieht. Auf Musik wurde größtenteils zugunsten der Umgebungsgeräusche verzichtet. Werden Wachen misstrauisch, setzt aber entsprechend dramatische Musik ein; bei Sams Entdeckung wird's noch einen Tacken temporeicher. Highlight bei der Sprachausgabe ist Sams tiefe Reibeisenstimme, die im Original von Micheal Ironside und in der Synchronisation von Matin Kessler (Stimme von Nicolas Cage) gesprochen wird und in beiden Fällen hervorragend zum Charakter passt.
Details:
Hersteller:
Ubi Soft

Website:
Splinter Cell

Grafik:
sehr gut

Sound:
sehr gut

Spieltiefe:
gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Das Fazit:
Chinesische Botschaft 2Splinter Cell legt die Messlatte für künftige Spionage- oder schleichbetonte Spiele ein ganzes Stück nach oben. Gemessen am Genredurchschnitt wirkt Splinter Cell relativ glaubwürdig, da auf abgedrehte Gadgets wie bei James Bond oder No One Lives Forever verzichtet wurde. Letztlich bleibt Sam Fisher dank seiner überaus athletischen Fähigkeiten zwar ebenfalls ein Produkt der Fantasie, doch am Rande eingestreute Details wie die Sorge um seine Tochter verleihen ihm menschlichere Züge. Die derartig erzeugte Atmosphäre wird durch Sprachausgabe und Edel-Optik hervorragend ergänzt. Das Salz in der Suppe sind aber die extrem spannenden Missionen, die von kniffligen Schleicheinlagen bis zu handfester Action keine Wünsche offen lassen. Der gehobene Schwierigkeitsgrad gepaart mit der komplexen Steuerung wird Action-Puristen abschrecken, doch alle anderen schleichen beherzt los. Dass bereits nach neun linearen Missionen wieder Schluss ist, dürfte das größte Manko des Spiels sein, doch besser ein paar Wochenenden mit exzellenter Unterhaltung anstatt wochenlange Langeweile. Und Licht am Ende des Tunnels gibt es auch: Splinter Cell - Pandora Tomorrow soll Anfang 2004 für erneute Adrenalin-Schübe sorgen.
© 01.06.2003 by CE

 
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