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Warcraft III - Reign of Chaos
Kampagne der MenschenNach mehrjähriger Entwicklungszeit und stolzen sechs Jahren seit Veröffentlichung des letzten Teils ist mit Warcraft III - Reign of Chaos ein weiterer Meilenstein in der bislang makellosen Softographie der kalifornsichen Vorzeige-Spielefirma Blizzard Entertainment erschienen. Die Erwartungshaltung der Fans war aufgrund der Berichterstattung über das Spiel entsprechend hoch, denn die Jungs von Blizzard hatten ein vollkommen neues Spielgefühl für den dritten Teil der Echtzeitstrategie-Saga versprochen. Zur Einführung des Titels wurden allein in den USA 4,5 Millionen Kopien ausgeliefert, so viele wie für kein anderes Spiel zuvor. Das Risiko, auf einem Berg an unverkauften Spielen sitzen zu bleiben, war aber eher gering, denn schon in der ersten Woche nach dem Verkaufsstart belegte Warcraft III den ersten Platz der Verkaufscharts. Was ist also dran an der fast schon magischen Anziehungskraft von Warcraft?
 
Die epische Story geht weiter:
Thralls VisionEinige Jahre sind in der Warcraft-Welt seit dem letzten Eingreifen des Spielers ins Land gegangen, doch noch immer schwelt der alte Konflikt zwischen Menschen und Orks, wie die phantastische Intro-Sequenz eindrucksvoll vor Augen führt. Eine unbekannte und mächtige Rasse droht jedoch in Azeroth einzufallen, so dass Menschen und Orks ihre alten Feindbilder über den Haufen werfen müssen. Man beginnt das Spiel mit einem Tutorial, in dem man den jungen Ork Thrall steuert. Thrall hatte kurz zuvor eine Vision, die von nahendem Unheil kündet, so dass er auf Anraten eines Propheten sein Volk nach Westen führt. Nach diesen zwei Einstiegslevels, in deren Verlauf der Spieler Schritt für Schritt an die Steuerung und Besonderheiten des Spiels herangeführt wird, wechselt man die Fronten und übernimmt die Führung der Menschen Lordaerons. In den folgenden neun Missionen folgt man dem jungen Paladin Arthas, der der Ausbreitung einer mysteriösen Seuche auf den Grund geht und die Drahtzieher um jeden Preis zur Strecke bringen will. Die Story nimmt dabei eine überraschende Wendung, an dessen Ende acht weitere Missionen auf Seiten der Untoten stehen, dem Hauptgegner der einstmals verfeindeten Orks und Menschen. Daran schließen sich acht Missionen für die Orks und sieben Missionen im Auftrag der Nachtelfen an.
 
Grafik & Sound:
Arthas von NahemFür Warcraft III entwickelte Blizzard erstmals eine 3D-Grafik-Engine, die der langen Entwicklungszeit zum Trotz eine erstaunlich gute Figur macht. Denn die Welt von Warcraft scheint äußerst lebendig: Wasserfälle rauschen im Hintergrund, Wellen branden gegen das Ufer, wilde Tiere kreuzen den Weg, die Dorfbewohner gehen ihrer Arbeit nach und der Tag-Nacht-Zyklus hat Einfluss auf das Verhalten neutraler Einheiten und auf die Rasse der Nachtelfen. Gleißende Zaubersprüche und Wetterffekte wie starker Regen oder dichter Schneefall tragen wesentlich zur Atmosphäre des Spiels bei. Zwar sind insbesondere die verschiedenen Heldencharaktere etwas kantig geraten, doch ansonsten gut animiert und mit schönen Texturen versehen. Die Story wird meist anhand von Zwischensequenzen direkt in der 3D-Grafik weitererzählt, beim Erreichen einer neuen Kampagne umschmeicheln hochkarätige Render-Sequenzen das Auge, dessen Detailreichtum Kinoqualitäten besitzt. Auch der Sound passt sich perfekt dem Spiel an, die Musik variiert zu dem Geschehen auf dem Schirm. Für jede Rasse gibt es unterschiedliche Soundeffekte nebst markiger Sprachausgabe, wobei die Stimmen gut auf die Heldencharaktere abgestimmt sind.
 
Crafty Gameplay:
Auf in den KampfDie Grundzüge von Warcraft - Ressourcenmanagement und Basisbau - sind zwar erhalten geblieben, doch nunmehr kommt den Helden die wichtigste Rolle zu. Jede Rasse kann auf die Fähigkeiten zweier Recken zurückgreifen, die nicht nur bessere Angriffswerte haben sondern auch Zauber wirken und Gegenstände mit sich führen können. Besiegte Gegner - vor allem die neu hinzugekommen neutralen Einheiten, die auf fast jeder Karte anzutreffen sind - bringen Erfahrungspunkte und hinterlassen teilweise Objekte, die die Heldenwerte verbessern (z.B. Ring of Protection) oder der Gruppe nützen (z.B. healing potion). Mit jeder neuen Erfahrungsstufe können die Helden einen ihrer vier Zaubersprüche verbessern, die maximal dreimal gesteigert werden können. Manche dieser Fähigkeiten haben eine passive Wirkung, wie z.B. die Aura, die die Werte umliegender Einheiten verbessert.
Neben dem Ausbau der Helden steht der Ausbau der Basis im Vordergrund. Die Rohstoffe haben sich von vier auf drei verringert, so dass man jetzt nur noch mit Gold, Holz und Nahrung haushalten muss. Gold wird in Minen abgebaut, die irgendwann erschöpfen können, und auch der Holzvorrat ist endlich. Jede produzierte Einheit verbraucht Nahrung, die durch das Errichten von Wohnhäusern bereit gestellt wird. Allerdings kann man sich in seiner Basis kaum noch verschanzen: Meist gibt es nur eine Art von Wachturm und Mauern fehlen völlig, so dass man leichter angreifbar wird und getreu dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung" agieren sollte. Neu und von taktischer Bedeutung sind die Unterhaltszahlungen für eine bestimmte Anzahl von Einheiten. Ab 40 Einheiten im Spiel gewinnen die Arbeiter nur noch 7 statt 10 Goldstücken aus den Minen, ab 70 Einheiten nur noch 4 Goldstücke. Dadurch werden Massenschlachten zum teuren Vergnügen, weshalb der Schwerpunkt auf kleineren bis mittleren Scharmützeln liegt.
 
Missionarisch:
Auf in den Kampf 2Das Kernstück von Warcraft III sind freilich die (teils gescripteten) Missionen, die einem nicht nur die vier Rassen näherbringen sondern auch über das übliche "Zerstöre den Feind"-Tamtam weit hinausgehen. In-Game-Zwischensequenzen erläutern zunächst das Missionsziel oder geben einen Ausblick auf die nächste Aufgabe. Jede Mission setzt sich stets aus einer Hauptaufgabe und maximal zwei Nebenaufgaben zusammen. Die Missionsziele sind vielfältig: so gilt es beispielsweise, wichtige Einheiten zu eskortieren, einer mysteriösen Seuche auf den Grund zu gehen, die Basis für eine bestimmte Zeit nicht in Feindeshand fallen zu lassen, eine Untotenarmee nicht dem Gegner zu überlassen, oder den für den Aufbau einer Basis immensen Holzbedarf zu decken. Die Nebenquests sind einfacher gestrickt - meist gilt es, irgendeinen Gegenstand aus den Klauen eines Monsters zu beschaffen, wobei der Gewinn von Erfahrungspunkten oder der Erhalt von magischen Objekten als Hauptanreiz dienen. Nur selten haben die Nebenquests taktisches Gewicht, z.B. wenn man Gegner erledigt, die einem zu einem späteren Zeitpunkt nicht mehr gefährlich werden könnten. Die Nebenaufgaben können optional bewältigt werden, da sie nicht zwingend zum Erreichen des Missionsziels nötig sind. Da jede Kampagne in eine feste Story eingebettet ist, sind die Missionen linear aufgebaut, d.h. man muss eine Mission erfolgreich abschließen, damit es vorangeht. Bis auf den Haupthelden darf man keine Einheiten mit in die nächste Mission nehmen, was aber zu verschmerzen ist, da eh nur die Helden Erfahrung sammeln können.
Details:
Hersteller:
Blizzard,
Patch V 1.01

Website:
Warcraft 3,
Battle.net

Grafik:
Gut

Sound:
sehr gut

Spieltiefe:
sehr gut

Wertung:
sehr gut

Mehr unter:
Pics
Cheats
Warcraft 2
Pro & Contra:
Die BeschwörungAlle Facetten von Warcraft III aufzählen zu wollen, würde den Rahmen sprengen und auch einiges von der Faszination nehmen, die dieses Spiel verströmt. Der Schwierigkeitsgrad steigt im normalen Modus stetig an und kann bei einer missglückten Mission sogar noch reduziert werden. Profis wählen gleich die schwere Stufe, die ihren Namen aber zurecht trägt. Ansonsten gibt sich das Spiel dank tollem Tutorial und guter Bedienung einsteigerfreundlich - per Hotkeys kann jede Funktion auch über die Tastatur angewählt werden. Gut gewählt ist auch die Kameraperspektive, die zwar zoom- und schwenkbar ist, diese Funktion aber kaum benötigt wird. Allerdings ist der sichtbare Bildschirmausschnitt etwas klein geraten, was in diverse Scrollorgien ausarten kann. Eine Minikarte, die auf wichtige Ereignisse aufmerksam macht und die man per Hotkey sofort anwählen kann, kompensiert dieses Manko.
Ohne Übertreibung gehört Warcraft III zur Creme de la Creme des Strategie-Genres. Das Rad wird zwar nicht neu erfunden, aber Blizzard mischt meisterlich Rollenspielelemente aus Diablo (Helden, Erfahrungspunkte), Strategieelemente aus Starcraft (3 unterschiedliche Rassen) und die bewährte Warcraft-Atmosphäre zu einem innovativen Echtzeitstrategie-Mix. Heraus kommt ein überaus motivierendes Spielerlebnis, das auch von der tollen Story und der ebenfalls schönen Grafik noch verstärkt wird. Ein beiliegender Karteneditor sowie zahlreiche Multiplayer-Modi werden dafür sorgen, dass die Spielfreude in den nächsten Monaten nicht abflaut. Sofort nach Erscheinen setzte sich der dritte Teil der Reihe an die Spitze der Charts in den USA und Deutschland. Hierzulande wurden bislang 300.000 Einheiten verkauft - vielleicht ein weiteres Indiz dafür, dass Warcraft III auf dem sicheren Weg zum Klassiker ist.
© 21.09.2002 by CE

 
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